Michael Scholtis, Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung Foto: Plutos Vermögensverwaltung

Vermögensverwalter über Gold

„Minenaktien haben großen Höhenflug noch vor sich“

Trotz der erreichten Höchstkurse ist das Umfeld für Gold weiterhin positv. Und bei Goldminenaktien sieht es sogar noch besser aus. Sie sind von den Höchstständen entfernt, die 2011 erreicht wurden, doch das ist nicht der einzige Grund für die guten Aussichten.

So zog Star-Investor Warren Buffett kürzlich mit dem Einstieg bei Barrick Gold große Aufmerksamkeit auf sich. Schließlich ist er bekannt für seine Value-Strategie nach dem Motto „Kaufe einen Dollar, aber zahle nicht mehr als 50 Cent dafür“. Und auch wir meinen: Goldminenaktien haben den großen Höhenflug erst noch vor sich.

Warren Buffett als Vorreiter für den Trend
Auf den fahrenden Zug springen zunehmend auch andere Value-Investoren mit auf – mit der Folge, dass der Kursanstieg noch einmal zusätzlich an Fahrt gewonnen hat. Ob sich ein Einstieg jetzt noch lohnt? Diese Frage können wir mit einem klaren „Ja“ beantworten. Minengesellschaften realisieren deutlich höhere Verkaufserlöse pro Unze Gold und ihre Ertragslage hat sich überdurchschnittlich verbessert. Durch die gestiegenen Cashflows fahren sie ihre Verschuldung massiv zurück und belohnen Anleger mit Dividendensteigerungen. Kurzum: Das perfekte Szenario für Value-Investoren.

 

Paradebeispiel Barrick Gold

Wie die skizzierte Entwicklung konkret aussehen kann, zeigt das Beispiel Barrick Gold sehr anschaulich. Schon ein kurzer Blick auf den Kurs-Chart verrät das Potenzial: Obwohl der Goldpreis seine Top-Kurse aus dem Jahr 2011 bereits überschritten hat, notiert die Aktie immer noch 50 Prozent darunter. Da die Unternehmensgewinne in erster Linie vom Goldpreis abhängen, besteht noch ordentlich Luft nach oben. Der Blick auf die Unternehmenszahlen verdeutlicht das.

Quelle: vwd.com

Die Ertragslage des Unternehmens hat sich drastisch verbessert. Im zweiten Quartal 2020 erwirtschaftete Barrick einen fast dreimal so hohen Nettogewinn wie ein Jahr zuvor. Der vom Unternehmen realisierte Verkaufspreis musste dafür nur um 30 Prozent zulegen. Das ist der typische Hebeleffekt der Minenaktien: Er gibt einen Vorgeschmack darauf, was im dritten Quartal bei einem noch mal höheren Goldpreis um 1.900 US-Dollar zu erwarten ist.

Doch das ist noch nicht alles: Das Unternehmen führt seine Nettoverschuldung kontinuierlich zurück, sie ist in den vergangenen fünf Jahren auf ein Fünftel beziehungsweise 1,4 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Auch die geringeren Refinanzierungskosten wirken sich positiv auf die künftigen Gewinne aus. Und noch interessanter für Value-Investoren ist der daraus resultierende Spielraum für Dividenden: Seit 2019 stieg die Quartalsdividende kontinuierlich von 0,04 auf nun 0,09 US Dollar und dürfte noch weiterwachsen. Warren Buffett scheint also wieder einmal ein gutes Händchen zu beweisen.

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