Goldschmuck bei einem Juwelier in Myanmar: Der Goldpreis erklimmt in diesem Jahr neue Höhen | © imago images / Xinhua Foto: imago images / Xinhua

Vermögensexperte über Rohstoffe

Gold top, der Rest noch flop

Angesichts des zinslosen Umfelds sind Investoren weltweit auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten. Die von Corona bedingten Lockdowns und die damit verbundene Vollbremsung der Realwirtschaft macht es dem Anleger nicht leichter den richtigen Mix für sein Portfolio zu finden.

Auf der anderen Seite wurden und werden von den wichtigsten Notenbanken und Regierungen monetäre und fiskalische Stimuli in einem nie dagewesenen Ausmaß bereitgestellt, welche das Potential besitzen, den Weg von der Deflation hin zur Inflation zu ebnen. In der Vergangenheit waren Rohstoffe oft in der Lage inflationäre Tendenzen abzufedern bzw. die Kaufkraft zu erhalten. 

Rohstoffe gegenüber Aktien auf historischem Tief

Strategisch können Rohstoffe als Beimischung in einer Vermögensanlage durchaus sinnvoll sein. Sie sind in der Lage ein Portfolio zu diversifizieren, da sie ihre eigenen Zyklen haben und deshalb eine divergierende Wertentwicklung gegenüber Aktien und Anleihen aufweisen.

Vergleicht man den GSCITR-Rohstoff-Index mit dem S&P 500 kommt man zum Ergebnis, dass Rohstoffe im Vergleich zum Aktienmarkt letztmals während der Dotcom-Blase ähnlich günstig waren. Bei einer Rückkehr der Inflation könnte sich hier für den antizyklischen Investor die ein oder andere Chance auftun.

Einige Produzenten haben bereits vor Corona auf die sinkende Nachfrage reagiert, indem sie die Produktion gedrosselt haben. Dadurch schützen sie in schwierigen Zeiten ihre Bilanz und waren auf diese Weise in der Lage stabile freie Cashflows zu generieren. Zeigen die geplanten Infrastrukturmaßnahmen Wirkung, kann die Nachfrage schnell das Angebot übersteigen. In der Folge sollten die Rohstoffpreise steigen. Dies wäre der Beginn der nächsten Investmentphase für Rohstoffe.

Geld- und Fiskalpolitik als Rückenwind für Rohstoffinvestments

Wir gehen davon aus, dass die massive Ausweitung der Geldmenge gepaart mit den fiskalischen Maßnahmen der Regierungen nicht nur die Vermögenspreise, sondern auch die Konsumpreise in den nächsten Jahren inflationiert. In einem solchen Umfeld bietet es sich an, auch einen Blick auf den Rohstoffsektor zu werfen.

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