Vermögensverwalter Uwe Eilers Wie Sparer mit der Minizinswelt umgehen müssen

Rät langfristigen Anlegern zu mehr Aktien-Investments: Uwe Eilers, Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen in Königstein | © Frankfurter Vermögen

Rät langfristigen Anlegern zu mehr Aktien-Investments: Uwe Eilers, Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen in Königstein Foto: Frankfurter Vermögen

Zehn Jahre ist eine sehr lange Zeit, in der alles Mögliche passieren kann, was vielfach nicht vorhersehbar ist. Inflationsraten können in der Zeit deutlich ansteigen oder auch eine Deflation ist nicht auszuschließen. Zinsen können steigen oder fallen. Nun ja, weiter fallen ist vom aktuellen Niveau von Null und minus 0,4 Prozent, das die Banken bei der EZB für die Geld-Lagerung bezahlen müssen, kaum mehr möglich, solange es genügend Bargeld gibt. Eine Abschaffung von Bargeld dürfte aufgrund großer Proteste von allen Seiten kaum möglich sein.

Die EZB hat gerade klare Richtlinien herausgegeben:

1.    Die niedrigen Leitzinsen werden für das ganze Jahr 2019 nicht angehoben.

2.    Die auslaufenden Anleihen im Bestand der EZB werden bei Rückzahlung durch neue ersetzt. Damit bleibt der Bestand der Notenbank unverändert hoch.

3.    Die Banken erhalten neue langfristige Kredite von der EZB zwischen September 2019 und 2021.

Die EZB wird voraussichtlich noch einige Jahre an den geldpolitischen Maßnahmen festhalten, da die europäische Volkswirtschaft in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht auf die Beine kommen wird.

Das liegt an strukturellen Defiziten in fast allen Ländern der EU: In Deutschland wird seit Jahren eine sozialistische Politik betrieben, in dem sich Leistung kaum noch lohnt, in Frankreich sind nach wie vor Renten mit 50 an der Tagesordnung, was kaum noch finanzierbar ist, in Italien ist die Staatsverschuldung so hoch, dass kaum noch Spielraum für Investitionen besteht.