Vermögensverwalter Uwe Günther Mit der richtigen Strategie erfolgreich in den gesunden Abschwung

Uwe Günther, Geschäftsführer der BPM - Berlin Portfolio Management, hält die Beimischung von Gold für ein Muss | © BPM Berlin Portfolio Management

Uwe Günther, Geschäftsführer der BPM - Berlin Portfolio Management, hält die Beimischung von Gold für ein Muss Foto: BPM Berlin Portfolio Management

Trotz unterschiedlichster Einschätzungen, Sichtweisen und Ableitungen können sich viele Kapitalmarktakteure derzeit scheinbar auf folgenden kleinsten Nenner einigen:

  • Die Weltwirtschaft befindet sich in einer reifen Phase des aktuellen Zyklus. Darauf weist unter anderem die Zinskurve in den USA hin. US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentieren nicht mehr höher als dreimonatige Treasuries. Und Börsenzyklen laufen Wirtschaftszyklen meist voraus. Die weltweite Verschuldung hat zudem neue Höchststände erreicht. Deren Tragfähigkeit wird unmittelbar von einer robusten Weltkonjunktur bestimmt.

  • Zieht man historische Vergleiche heran, deuten zahlreiche Indikatoren auf ein Szenario hin, wie es für Phasen vor dem Beginn einer Rezession typisch ist. Zinskurven, Arbeitsmarktdaten, die Dynamik von Unternehmensgewinnen, Frachtraten sowie Stimmungsindikatoren und Einzelhandelsdaten bieten bei negativer Betrachtung Grund zur Sorge.

  • Die Summe großer internationaler Konflikte, Spannungen, Sorgen, Herausforderungen in Politik, Wirtschaft, Natur und Gesellschaft befindet sich auf einem historisch selten hohen Niveau. Gleichzeitig sind die Chancen auf Verbesserung der Lage eher gering.

  • Die freie Preisbildung an den Wertpapiermärkten wird durch massive Einflussnamen der Notenbanken sowie durch staatlichen Protektionismus behindert. Der Zins hat seine Risikobewertungs- und Steuerungsfunktion derzeit weitgehend verloren. Nach rund zweieinhalb Jahren befinden sich die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen wieder im roten Bereich. Fehlallokationen von Kapital sind deshalb vorhanden.

  • Charttechniker jubeln kaum noch. In vielen führenden Indizes bildeten sich in den vergangenen Monaten bedenkliche Formationen. Gleichzeit kauften internationale Notenbanken im vergangenen Jahr so viel physisches Gold wie seit 50 Jahren nicht mehr.