Alexander Kovalenko

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Vermögensverwaltungs-Analyst über die Dax-Korrektur „Bisher ist nichts Außergewöhnliches passiert“

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DAS INVESTMENT.com: Wie ordnen Sie die heftigen Kursrückgänge am deutschen Aktienmarkt ein?

Alexander Kovalenko: Trotz der Heftigkeit der Tagesmarktbewegungen ist aus unserer Sicht an den europäischen beziehungsweise nordamerikanischen Börsen bisher noch nichts Außergewöhnliches passiert. Viele Börsianer nutzen wohl die schlechten Nachrichten, um die aufgelaufenen Gewinne aus den letzten Jahren zu realisieren.

Handelt es sich beim jüngsten Dax-Einbruch um eine fällige Korrektur, die Chancen zum Einstieg bietet oder um eine nachhaltige Trendumkehr?

Kovalenko: Nur die Zeit wird zeigen, ob es sich aktuell um eine „normale“ Korrektur handelt oder ob die Aktienmärkte in einen dauerhaften Bärenmodus gewechselt haben. Das erste Szenario scheint uns eine höhere Wahrscheinlichkeit zu haben. Bei vielen Einzelwerten, die trotz guter Bilanzzahlen von der Korrektur heftig mitgerissen wurden, bestehen wieder gute Einstiegschancen. 


Sind die Turbulenzen in China nur der Anlass für Investoren für Gewinnmitnahmen auf breiter Front oder sind sie die fundamentale Ursache des Dax-Einbruchs? 

Kovalenko: Die konjunkturellen Probleme Chinas sind zwar nicht zu übersehen und dürfen nicht ignoriert werden, auf der anderen Seite wurden aber die letzten makroökonomischen Erfolge in Europa und in den USA von Anlegern zu schnell vergessen. Niedrigere Wachstumsraten im Reich der Mitte könnten auch einen Übergang zu einer neuen Normalität darstellen, welche den Aktienbullenmarkt aus langfristiger Sicht nicht unbedingt abwürgen sollte.

Welche Aktien und Branchen werden im Moment zu Unrecht mit nach unten gezogen? 

Kovalenko: Die Rohstoffs- und Minenaktien sind die größten Leidtragenden der aktuellen Korrektur, aber auch der letzten Monate und sogar Jahre. Aus antizyklischer Sicht sind sie jedoch unseres Erachtens wieder interessant. 

Wie ist Ihre Sicht bis Jahresende und darüber hinaus? Hat sich daran in den vergangenen Wochen etwas geändert?  

Kovalenko: Ein niedrigeres Wachstum der Weltwirtschaft muss nicht unbedingt den Bullenmarkt abwürgen. Die Notenbanken werden alles tun, um eine Panik an den Börsen zu vermeiden. Die Niedrigzinspolitik wird die Aktienmärkte weiterhin unterstützen. 

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