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Trotz Pandemieschäden von bis zu 80 Milliarden Dollar Versicherer steigern Umsatz

Flutschäden in der Ortschaft Altenahr in der Eifel
Flutschäden in der Ortschaft Altenahr in der Eifel: Durch die Flutschäden von mehreren Milliarden Euro könnten die Preise für Sachversicherungen steigen. | Foto: imago images / Future Image

Wie hoch sind die Schäden, die die Corona-Pandemie weltweit den Versicherern zugefgt hat? Die Schätzungen von Versicherern und unabhängigen Instituten gehen weit auseinander und liegen zwischen 40 Milliarden US-Dollar (Berenberg) und 80 Milliarden US-Dollar (Swiss Re).

Doch am Umsatz und Gewinn der Versicherungsunternehmen ging die Pandemie nahezu spurlos vorbei. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktreport 2021 des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon.

Das ursprünglich befürchtete Worst-Case-Szenario sei für die Assekuranz nicht eingetreten, berichten die Forscher. Im Gegenteil, trotz Berücksichtigung der versicherten Schäden in den vorliegenden Bilanzen für 2020 konnten die Versicherer national und international ihren Umsatz sogar steigern. „Auch die Ergebnisse aller Erst- und Rückversicherer sind unverändert positiv“, so die Forscher.

Preiserhöhungen bei Sach- und Haftpflichtversicherung nicht ausgeschlossen

Angesichts jüngster Naturkatastrophen könnte sich dies allerdings auch ändern. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt die Unwetterschäden im Juli auf 4 bis 5 Milliarden Euro. „Damit wird 2021 zu einer weiteren überdurchschnittlichen Belastung der Versicherer durch Naturkatastrophen führen“, so die Aon-Forscher. Eine Auswirkung auf Konditionen und Preise der unmittelbar betroffenen Sparten wie Sachversicherung und Haftpflichtversicherungen sei daher nicht auszuschließen.

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