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AOK, BVK, AfW, PKV-Verband Versicherer und Vermittler zu Karl Lauterbach als Gesundheitsminister

Karl Lauterbach, designierter Bundesminister für Gesundheit, bei der Nominierung der künftigen SDP-Bundesminister im Willy-Brandt-Haus in Berlin
Karl Lauterbach, designierter Bundesminister für Gesundheit, bei der Nominierung der künftigen SDP-Bundesminister im Willy-Brandt-Haus in Berlin: Versicherer- und Vermittlerverbände befürworten seine Ernennung. | Foto: Imago Images / Photothek

Die SPD hat ihren Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zum Bundesgesundheitsminister nominiert. „Eine gute Wahl“, meint Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. „Der zukünftige Gesundheitsminister hat nicht erst in der Pandemie bewiesen, dass er sich wie kaum ein anderer an Sachargumenten orientiert und seine Positionen nachhaltig vertritt“, erklärt der Krankenkassen-Chef. Zudem kenne kaum jemand das deutsche Gesundheitswesen und dessen Dauerbaustellen besser als Lauterbach.

PKV-Verband sagt Unterstützung zu

Und wie sieht der Verband der Priaten Krankenverischerung (PKV-Verband) die Ernennung des Verfechters der Bürgerversicherung zum Gesundheitsminister? Verbandsdirektor Florian Reuther gratuliert Lauterbach zu seiner Ernennung und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Die Ampel-Koalition habe sich in der Gesundheitspolitik viel vorgenommen, insbesondere die Digitalisierung voranzutreiben und die medizinische Prävention zu stärken, sagt er. „Die Private Krankenversicherung wird dies mit besten Kräften und konstruktiven Vorschlägen unterstützen“.

Bürgersversicherung kein Thema

Zu dem von Lauterbach beworbenen Modell der Bürgerversicherung verliert der PKV-Vertreter kein Wort. Anders Norman Wirth. „Die seitens SPD und Grünen vorab propagierte Bürgerversicherung hat es nicht in den Koalitionsvertrag geschafft. Daran hat sich dann auch ein Minister Lauterbach zu halten,“ zitiert das Versicherungsjournal den geschäftsführenden Vorstand des AfW Bundesverbandes Finanzdienstleistung. Außerdem werde Lauterbach mit der Bewältigung der Coronakrise in Deutschland sicherlich mehr als genug zu tun haben, so dass er sich „wohl weniger mit dem dicken Brett einer Systemänderung“ befassen dürfte.

Dem stimmt auch Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zu. „Da eine Bürgersversicherung nicht Bestandteil des Koalitionsvertrages ist, sehen wir den Fortbestand des dualen Gesundheitssystems in der neuen Legislaturperiode nicht gefährdet,“ erklärt er gegenüber dem Versicherungsjournal. Den Lauterbach bezeichnet Heinz als „profilierten Gesundheitspolitiker“, dessen Ernennung zum Bundesgesundheitsminister „eine nachvollziehbare und richtige Entscheidung“ sei.

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