Versicherung à la Facebook

Die Idee fällt vom Himmel: Es ist Winter 2009, Berlin-Friedrichshain ist von einer Schneedecke überzogen. Janis Meyer-Plath hat seinen Wagen vor einem besetzten Haus geparkt. Keine gute Idee. Der Schnee schlittert vom Dach, nimmt ein paar Schindeln mit und fällt auf den Golf – die Heckscheibe in Scherben. Die Versicherung will nicht zahlen, die Hausbesetzer ebenso wenig. Im Freundeskreis gibt’s warme Worte, auf den Kosten aber bleibt Meyer-Plath sitzen. „Da kam mir der Gedanke, wie praktisch es wäre, sich in so einem Fall gegenseitig zu unterstützen“, sagt der 31-Jährige.

Facebook für Versicherungen
Der Marketing-Mann trommelt vier Bekannte zusammen – den promovierten Juristen Sebastian Herfurth, Versicherungsspezialist Tim Kunde, Diplom-Informatiker Sebastian Beuster und Diplom- Ingenieur Kay Bucksch. Sie starten Ende März die Internetplattform Friendsurance, eine Art Facebook für Versicherungen. 

Die Idee: Internet-Nutzer schließen bei Friendsurance eine Hausrat-, Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung ab. Gleichzeitig vernetzen sie sich mit Freunden und Familienmitgliedern, die eine Police der gleichen Sparte abschließen. Jeder in diesem Netzwerk erklärt sich dazu bereit, im Schadensfall für die anderen einzuspringen. >>Vergrößern


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