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Sparen ab dem Kindesalter: Mit der richtigen Strategie schaffen Anleger mehr Vermögen für Ruhestand und Erben, sagt Stefan Brähler. | © DVAG Foto: DVAG

Versicherungen im Private Banking

„Anleger sollten auch den Verbrauch von Vermögen planen“

Stefan Brähler
Foto: Confidema

Um in Niedrigzinszeiten Vermögen aufzubauen, führt bei liquidem Vermögen kaum ein Weg an Wertpapieren im Bankdepot vorbei. Das ist heute der gängige Rat, um über längere Zeit erst Kapital aufzubauen und dann später zu verbrauchen oder den Rest an die Kinder zu vererben. Allerdings werden so die Erträge über die ganze Zeit, egal ob Dividenden, Kursgewinne oder Ausschüttungen, automatisch durch die Depotbank versteuert. Aber was wie ein unvermeidbares Übel erscheint, lässt sich aktiv beeinflussen.

Indem ein Fondsdepot in einer speziellen Versicherungsstruktur geführt wird, werden in der Aufbauphase sämtliche Erträge steuerfrei angesammelt. Auch bei Umschichtungen der Anlagen wird keine Abgeltungsteuer oder Vorabpauschale abgezogen. Statt sofort an den Fiskus zu fließen, kann das Kapital so weiter über viele Jahre arbeiten. Somit steht beim Übergang in den Ruhestand ein höheres Vermögen zur Verfügung. Erst wenn der Anleger Geld entnimmt, setzt die Versteuerung auf den enthaltenen Ertragsanteil ein. Durch Zinseszins- und Steuereffekte reicht das so aufgebaute größere Vermögen länger im Ruhestand.

Strategie für mehr Geld im Alter

Ein Beispiel: Ein 50-jähriger Mann hat heute 250.000 Euro zur Verfügung, die er bei 5 Prozent durchschnittlicher Rendite (vor Kosten und Steuern) investiert. Ab dem 65. Lebensjahr werden jährlich 20.000 Euro für den Ruhestand entnommen. In einem Wertpapierdepot sind Auszahlungen für 25 Jahre möglich, dann ist das Geld verbraucht. Aus der gleichen Anlage in einer Versicherungsstruktur sind es – nach Abzug der Kosten dafür – drei Jahre mehr, nämlich 28 Jahre mit Auszahlungen. Der Kunde hat also länger Sicherheit im Alter. 

Und falls er das hohe Alter nicht erreichen sollte, profitiert die nächste Genration von seiner klugen Entscheidung. Denn bei einer Auszahlung der Police im Todesfall sind die restlichen enthaltenen Ertragsanteile komplett abgeltungsteuer- und einkommensteuerfrei. Am Beispiel: Tritt der Erbfall nach 20 Jahren Auszahlungen ein, erhielten die Erben aus einem Wertpapierdepot zirka 90.000 Euro Restvermögen ausgezahlt.

Nach-Kosten-Vergleich Wertpapier-Depot Versicherungs-struktur Möglicher Vorteil der
Versicherungsstruktur
(nach Kosten
und Steuern)
Gesamtauszahlungen
in 28 Jahren
500.000 Euro 550.000 Euro 50.000 Euro
Erbauszahlung
nach 20 Jahren
90.000 Euro 150.000 Euro 60.000 Euro

Aus der Versicherungsstruktur freuen sich die Erben über 150.000 Euro Auszahlung. Heute Zeit in Überlegungen zum strukturierten Aufbau und Verbrauch von Vermögen zu stecken, kann am Ende deutlich mehr Vermögen für Ruhestand und Erben schaffen.


Über den Autor:
Stefan Brähler ist Geschäftsführer des Versicherungsdienstleisters Confidema und Spezialist für den Einsatz von Versicherungsstrukturen in Vermögensverwaltung und Private Banking.

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