Quelle: Fotolia

Quelle: Fotolia

Versicherungen: Selbstständige sind doppelt interessant

//
Die meisten Selbstständigen brauchen sowohl private als auch gewerbliche Versicherungen. Diese Position zwischen Privatperson und Unternehmen macht sie für Versicherungsgesellschaften und Versicherungsvertreter besonders lohnenswert. Schließlich könnten die Anbieter hier viele Verträge mit einem einzigen Kunden (Kundendurchdringung) schließen. Doch laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes You Gov nutzen sie dieses Potenzial selten aus.

Zwar böten die Versicherungen im Schnitt 11,2 zutreffende Versicherungsprodukte für Selbstständige an – dabei ist jeweils die Hälfte der Produkte privat, die andere gewerblich. Doch liegt die höchste durchschnittliche erreichte Kundendurchdringung, mit 4,9 Verträgen pro Kunde, weit unter den Möglichkeiten. Diesen „Spitzenwert“ liefert die Provinzial Versicherung. Auf Platz zwei folgt die LVM mit durchschnittlich 4,1 Verträgen pro Kunde.

Insgesamt unterstreicht die Studie, dass Selbstständige einen hohen Absicherungsbedarf haben und sich gern an den persönlichen Vertrieb wenden. Über die Hälfte der Selbstständigen ist an einen Versicherungsvertreter gebunden und ein weiteres Drittel an einen unabhängigen Versicherungsmakler. Besonders die einkommensstarken Selbstständigen, wie Architekten, Ärzte, Ingenieure und Unternehmensberater, vertrauen den unabhängigen Beratern.

Die meisten Selbstständigen interessieren sich am stärksten für die Möglichkeiten zur Förderung und für die Risikoabsicherung ihrer Familie.

Laut Studie ist ein Drittel der Befragten mit ihrer Versicherung zufrieden.

Mehr zum Thema
Zielgruppen-Beratung: Gründer und ihre Existenz
Selbständige vernachlässigen Altersvorsorge
Vorsorgepflicht für Selbständige: Fonds statt Bürokratiemonster
nach oben