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Versicherungen wollen mehr Immobilienbesitz – doch sie finden nichts Passendes

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Die Immobilienquote deutscher Versicherer liegt momentan durchschnittlich bei 6,3 Prozent. Laut dem „Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz 2012“ von Ernst & Young Real Estate würden die Versicherungen diesen Anteil gern auf 6,7 Prozent erhöhen. Das entspräche einem Gesamtinvestment von 284 Millionen Euro. Doch die Versicherungen finden einfach keine passenden Anlageobjekte.

Schon im vergangenen Jahr versuchten die Versicherungen rund 384 Millionen Euro in Immobilien anzulegen – und fanden ebenfalls nichts Geeignetes. Deshalb schraubten sie für dieses Jahr ihre Investitionsziele zurück.

Trotzdem erwarten 85 Prozent der Unternehmen steigende Preise für hochwertige Objekte in exponierter Lage (Core-Investments). Da es kaum noch adäquate Immobilien auf dem Markt gibt, weichen viele Versicherungen auf die Immobilienfinanzierung aus, um indirekt Immobilien im Portfolio zu halten.

Die eigenen Objekte rücken die Versicherungen kaum noch raus; wollten im letzten Jahr noch 35 Prozent der Befragten Immobilien verkaufen, so waren es dieses Jahr nur noch fünf Prozent.

Die beliebtesten Objekte sind Einzelhandelsimmobilien. 90 Prozent der Befragten planen in diesem Segment Zukäufe, das sind 8 Prozent mehr als im vorigen Jahr. Beliebteste Anlageregion bleibt Deutschland: 85 Prozent der Umfrageteilnehmer planen hier zu investieren. Es folgen Anlagen in Zentral- und Nordeuropa.

Stark gestiegen ist die Zahl der Investitionen in anderen Regionen und Anlageklassen. So wird 2012 doppelt so viel in Südamerika investiert, nämlich 25 Prozent, wie im Jahr zuvor.

Grund für die klassen- und regionsweite Streuung ist zum einen der Wunsch nach Risikoabsicherung, zum Anderen aber auch der Mangel an passenden Objekten in Deutschland.

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