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Versicherungs-Zusatz-Verträge: Recht auf Widerruf

Oftmals unterschreiben Versicherungsnehmer bei Vertragabschluss nicht nur einen Versicherungsvertrag, sondern zusätzliche Nebenverträge. Ein Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Kunden mit der Stornierung des Hauptvertrages gleichzeitig die Zusatzverträge widerrufen. Die Regelung soll unabhängig vom Vertriebsweg gelten.

Ob ein „hinzugefügter Vertrag“ vorliegt, entscheidet der Gesetzentwurf anhand des Verhältnisses der Verträge zueinander und dem zeitlichen Zusammenhang der Vertragsabschlüsse.

Oliver Korn, Rechtsanwalt bei der auf Finanzdienstleister spezialisierten Rechtsanwaltsgesellschaft GPC Law, sieht in der geplanten Regelung ein großes Problem für Versicherungsvertreter: „Wird der Versicherungsvertrag wirksam widerrufen, würde beispielsweise auch gleichzeitig die neben einer Lebensversicherung abgeschlossene Vereinbarung zur Deckung von Abschluss- und Vertriebskosten wegfallen.“ Vertreter könnten so ihren Anspruch auf Erstattung ihrer Vertriebskosten verlieren.

Kunden können jederzeit widerrufen, falls Vertreter sie nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht aufklären. In diesem Fall verlöre der Makler auch den Anspruch auf die – bereits eingenommene – Erstattung der Abschluss- und Vertriebskosten.

>> Hier geht es zum Gesetzesentwurf

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