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Versicherungskunden über Direktmarketing: Genervt, aber nicht verärgert

Quelle: Haushaltsgeld.net / Pixelio.de
Quelle: Haushaltsgeld.net / Pixelio.de
Der Datenhandel boomt – auch bei den Versicherern. Je mehr Informationen man über einen potenziellen Kunden bekommt, desto einfacher kann man Angebote erstellen, die auf dessen persönliche Situation zugeschnitten sind, so die Überzeugung der Werbetreibenden. Doch bei den Empfängern sind solche Angebote ganz und gar nicht gefragt.

Die Akzeptanz von Direktmarketing geht immer mehr zurück, so das Ergebnis einer Assekuranz-Studie des Forschungsinstituts You Gov Psychonomics. Dies betrifft insbesondere unaufgeforderte Angebote, die auf die persönliche Lebenssituation zugeschnitten sind. Während 2006 64 Prozent der Studienteilnehmer diese Art der Werbung akzeptierten, waren es 2010 nur noch 48 Prozent.

Auch Telefonanrufe der eigenen Gesellschaft werden immer seltener akzeptiert. Lagen die Akzeptanzwerte für Anrufe der Zentrale beziehungsweise des Vermittlers vor vier Jahren noch bei 74 (Vermittler) beziehungsweise 62 Prozent (Zentrale), liegen heute nur noch Werte von 55 (Vermittler) beziehungsweise 38 Prozent (Zentrale) vor.

Das vergleichsweise beliebteste Direktmarketing-Instrument sind das Brief und der Vertreterbesuch, die jedoch ebenfalls an Akzeptanz verloren haben. Auf Platz 2 folgen Kundenzeitschriften.

„Trotz der zunehmenden Kontakthäufigkeit und der zugleich abnehmenden Akzeptanz von Direktmarketingmaßnahmen ist kein deutlicher Anstieg an Verärgerung der Kunden festzustellen“, erklären die Forscher. Die maximale Anzahl an Kontakten, bis ein bemerkenswerter Anteil der Kunden verärgert reagiert, verbleibt weiterhin auf dem Niveau von 2006.

Im Rahmen der Studie wurden 1.405 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten ab 14 Jahren befragt.
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