Mann verzweifelt: Die Ungewissheit aufgrund der Corona-Pandemie wird zu einer Zunahme psychischer Erkrankungen führen, meint BU-Experte Matthias Helberg. | © Pexels Foto: Pexels

Versicherungsmakler Matthias Helberg

Corona-Krise führt zu mehr Berufsunfähigkeit wegen Psyche

Fast jeder 3. Fall einer Berufsunfähigkeit (BU) geht auf psychische Krankheiten wie Burnout, Depression & Co. zurück. Das zeigen mehrere Statistiken, wie zum Beispiel die des Analysehauses Morgen & Morgen.

Jetzt, nach Ausbruch der Corona-Pandemie, wird sich die Situation noch weiter verschlimmern, erklärt Versicherungsmakler und BU-Experte Matthias Helberg in seinem Blog. So mache das Zu-Hause-Bleiben an sich zwar nicht ernsthaft und dauerhaft krank, auch wenn bei manchen sicherlich jetzt schon die Nerven blankliegen. „Vielmehr spüren viele von uns die ungewisse wirtschaftliche Zukunft bis zur puren Existenzangst“, so der Versicherungsexperte. Es liegt für ihn auf der Hand, dass das wirklich krank machen kann, „vor allem, wenn man eher nicht zu den Optimisten gehört“.

Und je nach Verlauf der Pandemie könnte diese Ungewissheit auch länger andauern. „Wer sowieso schon nervlich angeschlagen ist, wird besonders leiden.“

Versicherer müssen sich was überlegen

Das stellt die Versicherungsbranche laut Helberg vor große Herausforderungen. Denn zum einen werden viele Versicherte Kosten reduzieren müssen – und dabei bei ihren Versicherungen anfangen. Andere Versicherte werden gerade jetzt ihre Police in Anspruch nehmen müssen. So dürften in nächster Zeit neben Betriebsausfall-, Reise- oder Rechtsschutzversicherungen vor allem auch Krankentagegeld- und BU-Versicherungen einen rapiden Anstieg der Leistungsfälle verzeichnen. „Aus diesem Grund wären vorausschauende Maßnahmen (seitens der Versicherer) bestimmt sinnvoll“.

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