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Versicherungsmakler raten Diese 4 Versicherungen brauchen Bundeswehrsoldaten

Angehörige der Bundeswehr beim Einsatz in Afghanistan
Angehörige der Bundeswehr beim Einsatz in Afghanistan: Berufstätige im öffentlichen Dienst haben oft ganz besondere Bedürfnisse bei Versicherungen, erklären Enis Eisfeld und Kolja Schneider vom Finanzberater-Team Blaulichtversichert. | Foto: Jens / Pixabay

Soldaten sind in ihrem Berufsalltag besonderen Risiken ausgesetzt. Entsprechend sollte auch ihr Versicherungsschutz speziell an ihre Bedürfnisse angepasst sein. Denn ohne zusätzlichen Schutz werden einige Bereiche kaum abgedeckt. So ist es zum Beispiel sehr wichtig, sich gegen eine mögliche Dienstunfähigkeit abzusichern. 

Leider denken viele Bundeswehrangehörige immer noch, ihnen könnte nichts passieren. Sie wiegen sich im Gedanken, für jede mögliche Situation finanziell abgesichert zu sein. Über ihren Versicherungsschutz machen sie sich erst dann Gedanken, wenn es bereits zu spät ist. Daher erklären wir, worauf Bundeswehrangehörige unbedingt achten sollten, um das eigene Berufsrisiko zu minimieren: 

1. Einkommensschutz

Die Arbeit als Bundeswehrangehöriger zählt zu den risikoreichsten Beschäftigungen. Berufssoldaten tragen spezielle dienstliche Risiken, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Um das Berufsrisiko zu minimieren, empfiehlt es sich, frühzeitig eine Dienstunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn das Ruhegehalt, das laut des Soldatenversorgungsgesetzes ausgezahlt wird, liegt höchstens bei 71,75 Prozent der vorherigen Bezüge. 

Das volle Einkommen ist praktisch nie gedeckt. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung schafft in diesem Fall Abhilfe, denn sie greift, sobald es zu einer unvorhergesehenen Dienst- oder Berufsunfähigkeit kommt. Je nach Versicherer können bis zu 1.500 Euro im Monat abgesichert werden. Wichtig ist, die Konditionen im Vorfeld sorgfältig zu prüfen, denn nicht immer sind alle erdenklichen Risiken abgesichert – so zum Beispiel im Falle eines gefährlichen Auslandseinsatzes. 

2. Ruhegehalt

Viele Bundeswehrangehörige gehen davon aus, dass sie im Alter automatisch gut abgesichert sind, weil der Staat schon für sie sorgen wird. Ein Irrglaube, denn obwohl Berufssoldaten nach Dienstende ein Ruhegehalt, die sogenannte Pension, ausgezahlt bekommen, fällt die Altersrente meist sehr viel geringer aus als erwartet.

Auch hier sind 71,75 Prozent der maximale Satz, den Betroffene nach 40 Jahren Berufstätigkeit erwarten können. Wird nicht rechtzeitig in eine private Altersvorsorge investiert, kann der vorherige Lebensstandard in den meisten Fällen nicht gehalten werden. Entsprechend wichtig ist es, das Geld im Alter rechtzeitig durch sinnvolle Anlagestrategien abzusichern, damit es gar nicht erst zu einer solchen Versorgungslücke kommt.

3. Diensthaftpflicht

Wie Polizeibeamte haften auch Bundeswehrangehörige gegenüber dem Dienstherrn persönlich für schuldhaftes Verhalten im Dienst. Die Bundeswehr kann einen Berufssoldaten also in Regress nehmen, falls sie wegen der Pflichtverletzung eines Bundeswehrangehörigen Schadensersatz an eine Zivilperson leistet. Aus diesem Grund sollten Berufssoldaten zu Dienstbeginn unbedingt eine eigene Diensthaftpflichtversicherung abschließen, um im Ernstfall nicht in große finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

4. Krankenversicherung

Für alle Berufssoldaten besteht in der Bundeswehr ein Anspruch auf die sogenannte Heilfürsorge des Dienstherrn. Der Dienstherr trägt also alle Kosten, die während der Dienstzeit anfallen, um die Gesundheit des Betroffenen zu erhalten. Diese sogenannte unentgeltliche truppenärztliche Versorgung endet jedoch, sobald der Bundeswehrangehörige aus der Bundeswehr ausscheidet.

Danach wird dem Betroffenen eine Beihilfe gewährt, die meist jedoch nur 70 Prozent der anfallenden Kosten für die ärztliche Versorgung abdeckt. Die restlichen 30 Prozent hat der Versicherte selbst zu tragen, sofern er sie nicht durch eine gute Restkostenversicherung abdeckt. Um einen umfangreichen Versicherungsschutz zu erhalten, sollten Bundeswehrangehörige daher unbedingt privat vorsorgen, um später im Ruhestand nicht auf den Restkosten sitzen zu bleiben. 

Kolja Schneider und Enis Eisfeld (rechts)
Kolja Schneider und Enis Eisfeld (rechts), Gründer von Blaulichtversichert © Kees Finanzberater GmbH & Co. KG

Über die Autoren: 

Enis Eisfeld und Kolja Schneider sind die Gründer von Blaulichtversichert – einem Projekt der Kees Finanzberater aus Braunschweig. Viele Mitarbeiter in dem Team sind oder waren Polizisten. Daneben ist das Team darauf spezialisiert, auch andere Berufsgruppen im öffentlichen Dienst abzusichern. Zum Beispiel Lehrer, Feuerwehrleute oder Mitarbeiter im Rettungsdienst. 

 

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