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Computersystem: Beim diesjährigen Düsseldorfer Maklergespräch diskutierten die 160 Teilnehmer über einheitliche Standards im Versicherungsvertrieb. | © Field Engineer Foto: Field Engineer

Datenaustausch im Versicherungsvertrieb

„Derzeitiger Flickenteppich muss überwunden werden“

Als „ernstes Problem im aktuellen Markt“, bezeichnet der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) „die immer noch weit verbreiteten Dateninseln und die immer noch unzureichende Ausgestaltung der Schnittstellen.“ Das erschwere den Praktikern im Versicherungsvertrieb den Berufsalltag. Wünschenswert seien daher einheitliche Lösungen, auf die sich die Branche verständigt.

Andreas Vollmer, BVK

„Der derzeitige Flickenteppich ist ein kontraproduktiver Zustand, der zügig überwunden werden muss“, sagt BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer anlässlich der Veranstaltung Düsseldorfer Maklergespräche, die Ende Januar zum zweiten Mal stattgefunden hat. Diese böten „ein ideales Forum zum Austausch über die aktuellen Entwicklungen des Maklermarktes“, so Vollmer weiter.

Veranstalter der Maklergespräche ist die Brancheninitiative Prozessoptimierung (Bipro). In diesem Verein haben sich Versicherungen, Vertriebspartner und Dienstleister zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel sei es, „unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse zu optimieren“. Dazu würden laut Bipro „gemeinschaftlich in Projekten fachliche und technische Normen entwickelt“.

„Bedarf zum gegenseitigen Austausch“

Das sei notwendig, denn „der digitale Wandel stellt Makler und Versicherungsunternehmen gleichermaßen vor Herausforderungen“. In der Folge sei „der Bedarf zum gegenseitigen Austausch größer denn je“, heißt es vom BVK. Doch das scheitere oftmals daran, dass „die digitale Versorgung mit strukturierten Daten und Dokumenten seitens der Versicherer an die Makler noch nicht in ausreichender Qualität erfolgt“.

Wichtig ist dem BVK „vor allem, dass nicht nur Rumpfdaten, sondern insbesondere tarifrelevante Attribute eines Vertrages, den Maklern in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden“. Auch der geschäftsführende Bipro-Präsident Frank Schrills betont: „Heute ist es wichtiger denn je, dass Versicherer und Makler sich untereinander mehr als Partner sehen und den Austausch noch zusätzlich intensivieren.“

Denn „die Gefahr für unsere Branche kommt eher von Konzernen außerhalb der Branche beziehungsweise ausländischen Konzernen“, die über „exzellente digitale Prozesse und Analysemöglichkeiten“ verfügten, so Schrills weiter. „Hier gilt es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um etablierten Unternehmen der Assekuranz zum Beispiel über Standards und Normen Möglichkeiten zu geben, sich wettbewerbsfähig aufzustellen.“

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