Versicherungsvertrieb Wie Vermittler von Online-Konkurrenten profitieren

Von Online-Angeboten rund um Versicherungen könnten auch klassisch arbeitende Vermittler profitieren, heißt es aktuell vom Digitalverband Bitkom. Denn in einer aktuellen Telefonumfrage von Bitkom Research sagten 39 Prozent der mehr als 1.000 erwachsenen Teilnehmer in Deutschland, dass sie sich zwar gerne online über Versicherungen informieren. Den favorisierten Vertrag abschließen wollen sie dann aber doch lieber persönlich bei einem Vermittler.

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Zum Vergleich: Weitere 22 Prozent geben an, dass sie sich persönlich beraten lassen, um dann den Abschluss per Internet zu tätigen. Unabhängig vom Vertriebsweg dürfte die Gesamtzahl der Versicherungsabschlüsse weiter steigen: 28 Prozent der Befragten gibt an, inzwischen häufiger die Versicherung zu wechseln, weil er sich über Online-Vergleichsportale einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Anbieter verschaffen kann. 42 Prozent sind durch das Internet auf preislich günstigere Versicherungen aufmerksam geworden, 40 Prozent auf Angebote mit besseren Leistungen.

Online-Angebote genießen hohes Vertrauen

Mit deutlichem Abstand das größte Vertrauen in Versicherungsfragen genießen hierzulande Freunde und Familie. 90 Prozent der Befragten sehen sie in dieser Hinsicht als vertrauenswürdig oder sogar sehr vertrauenswürdig an. Mit deutlichem Abstand folgen die Verbraucherzentralen (45 Prozent). Dahinter liegen fast gleichauf Versicherungsmakler (41 Prozent), die Policen verschiedener Anbieter im Angebot haben, gegen Honorar tätige Versicherungsberater (41 Prozent) und Online-Verbraucherportale (39 Prozent), die über Versicherungsthemen informieren.

Ebenfalls ähnlich vertrauenswürdig gelten klassische Medien wie Tageszeitungen oder Radio (36 Prozent) und Online-Vergleichsportale (36 Prozent), auf denen man auch direkt eine Versicherung abschließen kann. Und 31 Prozent halten Versicherungsvertreter eines einzelnen Anbieters für vertrauenswürdig. Online-Versicherungsmanager gelten immerhin schon bei rund jedem Vierten (23 Prozent) als vertrauenswürdig. Die digitalen Dienste, die einen Überblick über die eigenen Versicherungen geben und Vorschläge für Vertragsänderungen machen, rangieren damit noch vor den Bankberatern. Sie kommen nur auf auf einen Anteil von 20 Prozent. Schlusslicht bei Versicherungs-Ratschlägen sind allerdings Soziale Netzwerke, denen nur 13 Prozent vertrauen.

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