Schulzeugnis - oft auch Giftblatt genannt. Quelle: Pixelio

Schulzeugnis - oft auch Giftblatt genannt. Quelle: Pixelio

Versicherungswissen: Frauen und Berufsanfänger müssen nachsitzen

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Das Markforschungsinstitut IMWF testete im Auftrag der Hannoverschen Lebensversicherung, wie gut sich Deutsche mit Versicherungen auskennen. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage ist gerade noch befriedigend. In Schulnoten ausgedrückt bekäme der Deutsche eine 3,46.

Aber wie in jeder Klasse gibt es Streber und Verlierer. Besonders schlechte Noten bringen Frauen mit nach Haus: Fast die Hälfte (40 Prozent) der befragten Frauen können mit dem Begriff „Rentenlücke“ nichts anfangen. Und jede Vierte hat keine Ahnung über den Einfluss der Inflation auf ihre Rente. Dabei sollten sich Frauen verstärkt um ihre Vorsorge kümmern – droht ihnen doch besonders oft Altersarmut.

Aber auch unter jungen Menschen herrscht Unwissenheit: Fast zwei Drittel (61 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen scheitern daran, den Einfluss der Inflation auf ihre Rente richtig einzuschätzen. Den Begriff „Rentenlücke“ kennen noch weniger Berufsanfänger (58 Prozent).

Dass Alter Weise macht, beweisen ältere Umfrageteilnehmer. Von den 50- bis 60-Jährigen kennen sich drei Viertel mit der Versorgungsproblematik aus. Auf Schulnoten umgerechnet schneiden sie insgesamt um eine gute halbe Note besser ab als Berufsanfänger.

Richtige Überflieger sind im Allgemeinen Gutverdiener und Wohneigentümer. Sie erreichen Spitzennoten von 2,8 beziehungsweise 3,2.

„Es zeigt sich, dass die Personengruppen, die auf eine zusätzliche private Vorsorge in besonderem Maße angewiesen sind, am wenigsten Bescheid wissen“, sagt Senem Turhan, Vorsorgeexpertin bei der Hannoverschen..

Aufgeteilt auf die Bundesländer ergibt sich folgender Notenspiegel – der sich nicht mit der Pisa-Studie deckt.

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