Über drei Billionen Euro betreuen Verwahrstellen zur Jahresmitte 2026 in Deutschland. Waren es Ende Juni 2025 noch rund 2,9 Billionen Euro, sind es zwölf Monate später rund 3,3 Billionen Euro. Das sind gut 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Der deutsche Fondsverband BVI erfasste gemeinsam mit dem Praxisforum Depotbanken Daten von insgesamt 27 Verwahrstellen in Deutschland.
Die Namen der zehn größten Verwahrstellen bleiben gleich. Wie Mitte 2025 führt die BNP Paribas die Rangliste an. Der Spitzenreiter gewann in einem Jahr 140 Milliarden Euro dazu. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den ein- bis zweistelligen Milliardenzuwächsen der übrigen Verwahrstellen.
Die Dekabank verdrängte die HSBC von Platz 4 und verweist sie auf Platz 6. J.P. Morgan steigt von Platz 6 auf Platz 5 auf. HSBC verlor als einzige Verwahrstelle Vermögen. Der Verlust betrug rund 49 Milliarden Euro.
Plus von 300 Milliarden Euro bei offenen Wertpapierfonds
Der französischen Verwahrstelle folgen die State Street Bank International, DZ Bank, Dekabank, J.P. Morgan, HSBC Continental Europe, Landesbank Baden-Württemberg, Caceis Bank Deutschland, The Bank of New York Mellon und die ABN Amro Bank.
Den größten Zuwachs verzeichneten die offenen Wertpapierfonds mit einem Plus von 310 Milliarden Euro. Die Gruppe steht nach wie vor auf Platz 1 aller Fondskategorien und verwahrt rund 2,9 Billionen Euro. Mit großem Abstand folgen offene Sachwertfonds mit einem verwahrten Vermögen von 300 Milliarden Euro. Geschlossene Sachwertefonds mit rund 60 Milliarden Euro und geschlossene Wertpapier- und Beteiligungsfonds mit 3,5 Milliarden Euro bilden die Schlusslichter.

