Auszubildende in Leipzig: Jugendliche schieben das Thema Finanzen gerne vor sich her. | © Getty Images

Visualvest-Studie

Junge Menschen haben keine Lust auf Geldanlage

Junge Deutsche setzen sich aus Bequemlichkeit nicht mit ihren Finanzen auseinander. Das geht aus einer Studie der Union-Investment-Tochter Visualvest hervor. Mehr als die Hälfte der 1.000 Befragten zwischen 18 und 27 Jahren gibt demnach an, das Thema vor sich herzuschieben beziehungsweise keine Lust darauf zu haben.

Neben der Motivation mangelt es an Wissen. Laut Umfrage kennen sich 76 Prozent der jungen Erwachsenen nur unzureichend mit Geldanlagen aus. Das wirkt sich auch auf das Sparverhalten aus: Nur zwei Drittel legen Geld zur Seite. Von ihnen setzen 88 Prozent auf wenig rentable Anlageformen wie Girokonto, Sparbuch, Tagesgeld oder das Sparschwein. Zur Begründung geben 56 Prozent der Jugendlichen an, die klassischen Anlageformen seien für sie am einfachsten. Weitere 27 Prozent sagen, dass sie sich mit anderen Anlageformen nicht auskennen. Nur 17 Prozent der jungen Sparer investiert in Aktien.

Mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen, die nicht sparen, geben an, dass ihnen das Geld fehlt. „Junge Leute denken oft, sie hätten nicht genug Geld zum Sparen“, sagt Olaf Zeitnitz, Gründer und Geschäftsführer von Visualvest.

Altersvorsorge? Unwichtig!

Auch die Altersvorsorge ist ein unbeliebtes Thema in dieser Altersgruppe. Weniger als ein Viertel der jungen Erwachsenen spart für die Rente. 31 Prozent finden, dass das Thema in ihrem Alter noch nicht wichtig ist. Mehr als ein Viertel der Befragten hat dagegen keine Lust auf das Thema oder schiebt es vor sich her. Rund 50 Prozent der jungen Menschen, die Geld fürs Alter zurücklegen, sparen bis zu 50 Euro pro Monat speziell für diesen Zweck.

Aus der Hand geben wollen die jungen Deutschen ihre Finanzen allerdings nicht. Zwei Drittel möchte sich selbst um das Thema kümmern – und das am liebsten online.

Die Ergebnisse beruhen auf einer vom Marktforschungsinstitut Yougov durchgeführten repräsentativen Online-Befragung. Teilgenommen haben 1.000 Menschen zwischen 18 und 27 Jahren in Deutschland.

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