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Angstbarometer VIX Unsichere Aktienmärkte haben auch Vorteile

Der VIX-Index misst die Schwankungsbreite am Aktienmarkt. Genauer gesagt leitet er aus den gehandelten Aktienoptionen ab, welche Schwankungen Anleger für den US-Index S&P 500 zukünftig erwarten. Hohe erwartete Schwankungen lassen den Index steigen, kleine halten ihn niedrig.

Der Analyst Pascal Kielkopf vom Multi Family Office HQ Trust hat nun gemessen, wie sich die Aktienkurse in Abhängigkeit des VIX entwickeln. Dafür hat er die durchschnittliche Kursentwicklung von US-Aktien abhängig vom jeweiligen Stand des VIX-Index nach sechs Monaten gemessen. Die VIX-Werte teilte er dabei – nach Häufigkeit Ihres Auftretens – in Quintile ein (Beispiel: In 20 Prozent der Fälle der lag der Wert unter 16). Analysiert hat Kielkopf den Zeitraum Januar 1990 bis Anfang August 2024.  

Grafik VIX-Index
© HQ Trust

Kielkopfs Fazit: Mit einem steigenden VIX-Index schwanken auch die in den Folgemonaten erzielbaren Renditen stärker. Die Wertentwicklung nach sechs Monaten hat Kielkopf wiederum in fünf Quintile eingeteilt – wobei er die Ausreißer nach ganz oben und unten abgeschnitten hat, die Messung startet daher bei 5 Prozent und reicht bis 95 Prozent.

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Das Positive: Bei einem höheren Indexwert steigen die erzielbaren Ergebnisse tendenziell stärker an. VIX-Stände von mehr als 22,5 ergaben in der Analyse überdurchschnittliche Renditen. Ein Stand von über 28,5 verhieß nach sechs Monaten die besten Ergebnisse. Im Mittel ergab sich dann ein Plus von 9,7 Prozent.

Umgekehrt kommt es bei einem hohen VIX-Stand auch tendenziell seltener zu Verlusten, die dann folgen. Denn die Kurse liegen bei einem hohen VIX-Stand tendenziell meist ohnehin schon vergleichsweise niedrig. „Wenn sich der Markt allerdings weiter negativ entwickelt, fallen die möglichen Verluste vergleichbar höher aus“, hat Kielkopf gemessen.

 

 

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