Volks- und Raiffeisenbanken

Genossen könnten 40 Prozent der Filialen schließen

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Das Zentralinstituts der Kreditgenossenschaften DZ Bank vermutet, dass die Genossenschaftsbanken bis zum Jahr 2030 deutschlandweit 40 Prozent ihrer Filialen schließen könnten. Es blieben dann weniger als 20.000 Filialen übrig. Der Zwang zum Sparen durch anhaltende Niedrigzinsen sowie der Ausbau des Internetbankings machen viele kleine Institute unrentabel. Davon berichtet das Handelsblatt. Auch andere Geldhäuser rechnen mit Standortschließungen. So will die Münchner Hypo-Vereinsbank fast die Hälfte aller Filialen schließen, die Deutsche Bank immerhin ein Viertel. Die Situation im Genossenschaftssektor ist jedoch besonders: Geldinstitute wie Volks- oder Raiffeisenbanken schreiben sich gerade die regionale Nähe zum Kunden auf ihre Fahnen. Wenn viele Filialen schließen, kratzt das an der Identität der Genossenschaftsbanken. Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), steuert gegen: Volks- und Raiffeisenbanken würden sich nicht aus der Fläche zurückziehen. Man plane allerdings Fusionen von Genossenschaftsbanken. Allein in diesem Jahr könnte ihre Zahl bis auf 40 steigen, zitiert das Handelsblatt eine Stellungnahme des Genossenschaftspräsidenten.

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