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Ja, insbesondere das schlechte Abschneiden der Aktienmärkte von Schwellenländern hat uns in diesem Jahr auf dem falschen Fuss erwischt (siehe Abbildung 8).
Abbildung 8: Wann ist tief zu tief? Schwellenländermärkte 2018
Quelle: Thomson Reuters
Obwohl die Unternehmensgewinne in Schwellenländern stark wachsen, ihre Unternehmen gesund, ihre Leistungsbilanzen positiv und ihre Verschuldung mehrheitlich tief ist, führten handelspolitische Spannungen und die Probleme Argentiniens und der Türkei zu allgemeinen Kapitalabflüssen.
Mittlerweile erinnert die Situation an die Schwellenländerkrise Ende der 90er-Jahre. 1998 stellte Russland seinen Schuldendienst ein. Der Konkurs des Hedge-Fonds LTCM schlug globale Wellen. In Indonesien musste Präsident Suharto nach 32 Amtsjahren abdanken, und Südkorea, Malaysia sowie Thailand erlebten schwere Rezessionen. Der aktuelle Kapitalexodus hat vergleichbare Dimensionen wie damals. Dennoch: Heute befinden sich Schwellenländer in einer wesentlich stärkeren Verfassung. Und: Damals hatten sich die Werte der meisten Schwellenländerbörsen nach nur 18 Monaten wieder verdoppelt.
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