Schweizer Franken. Foto: Getty Images

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Von -11% bis +14%

So entwickelten sich die Großbanken-Boni 2015

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UBS Group hat ihren Bonuspool 2015 um 14 Prozent ausgeweitet. Damit stellt sich die Bank, die ihr Investmentbanking verkleinert und sich auf die Vermögensverwaltung konzentriert hat, gegen den Trend bei großen europäischen Banken und belohnt ihre Mitarbeiter mit höheren Vergütungen.

Der Gesamtpool für leistungsabhängige Vergütungen stieg von 3,06 Milliarden Franken auf 3,5 Milliarden Franken, wie die Schweizer Bank am Freitag mitteilte. Bestbezahltes Mitglied der Konzernleitung war weiterhin Group CEO Sergio Ermotti, der insgesamt 14,3 Millionen Franken mit nach Hause nehmen konnte, 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Sein Bonus kletterte 37 Prozent auf 11,5 Millionen Franken.

Andere Großbanken in Europa haben dagegen die für Boni verfügbaren Gelder reduziert. So ging die variable Vergütung bei Deutsche Bank und Credit Suisse Group um elf Prozent zurück. Allerdings hat die UBS auch, im Gegensatz zu einigen großen Konkurrenten, 2015 den stärksten Gewinn seit 2010 verzeichnet.

Der Bonus für Ermotti beinhaltet einen unmittelbaren Baranteil von einer Million Franken, während 2014 eine ähnliche Zahlung nicht geleistet wurde. Insgesamt erhielten die Mitglieder der Konzernleitung bei der UBS 93,4 Millionen Franken an Vergütung für 2015, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht.

Nächste Woche veröffentlicht Credit Suisse, der größte inländische Konkurrent der UBS, ihren Jahresbericht. CEO Tidjane Thiam hat bereits angekündigt, er werde einen niedrigeren Bonus erhalten, was das Abschneiden der Bank im Jahr 2015 widerspiegele. In einigen Bereichen, die sich im vergangenen Jahr unterdurchschnittlich entwickelten, wird die variable Vergütung um mehr als 30 Prozent verringert.

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