Von passiv bis aktiv Das gesamte Anlagespektrum nutzen

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Aktives Management beginnt bei der Fondsmanagerauswahl

Am anderen äußeren Rand des Anlagespektrums im Fondsmarkt befindet sich das aktive Management. Hier steht die Generierung von Alpha im Mittelpunkt. Dies kann über Long-only-Strategien oder noch ein Stückchen aktiver über einen Mix aus Long- und Shortpositionen erfolgen, sodass alle Bewegungen der Märkte ausgenutzt werden können.

Der Reiz des aktiven Investieren liegt bekanntlich auf der Hand: Versierte Manager können aufgrund ihrer Expertise eine über der Marktrendite liegende Rendite erzielen. Vor diesem Hintergrund entscheiden sich auch die meisten Anleger für eine aktive Verwaltung ihres Vermögens.

Bateman zufolge gibt es noch weitere Gründe, warum sich Anleger für eine aktive Anlage entscheiden. „Aktives Management bietet Zugang zu Märkten, die durch passive Produkte nur unzureichend abgedeckt sind wie Immobilien, Infrastruktur und andere illiquide Vermögenswerte“, listet der Experte auf. Zudem gelte es, das große Ganze im Blick zu behalten: „Das menschliche Urteilsvermögen ist dann besonders stark, wenn es darum geht, komplexe Entscheidungen über lange Zeiträume und Sachverhalte wie zum Beispiel ESG-Themen* oder sich abzeichnende Trends zu fällen.“

Fazit: Die Mischung macht‘s

Zunehmend erkennen Anleger den Wert verschiedener Anlagestile und suchen nach einem Mix, der zu einem bestimmten Zeitpunkt am besten zu ihren Anlagezielen passt.

Den richtigen Platz im Aktiv-Passiv-Spektrum zu wählen, ist nur eine von vielen aktiven Entscheidungen, die Investoren treffen müssen, um die richtige Balance zwischen ihren Risiko-, Rendite- und Kostenzielen herzustellen. So könnte eine Diversifizierung entlang des Spektrums und nicht nur zwischen Anlageklassen eine sinnvolle Strategie sein. Dabei sollte die Positionierung jedoch nicht in Stein gemeißelt, sondern je nach Marktzyklus und Anlagebedürfnissen dynamisch sein. Die zunehmenden Auswahlmöglichkeiten im Aktiv-Passiv-Spektrum sind ein großer Schritt nach vorn, um Anleger in die Lage zu versetzen, ihre Vermögensanlage besser auf die gewünschten Ergebnisse abzustimmen.

Aktiv oder passiv? Freund oder Feind? Es ist an der Zeit, die Debatte in eine neue Richtung zu lenken und das gesamte Spektrum mit einzubeziehen.

* Die Abkürzung „ESG“ steht für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und gute Unternehmensführung (Governance) auf Unternehmensebene.

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