Vontobel bietet strukturierte ETFs an

Das Schweizer Bankhaus Vontobel ist ins Geschäft mit börsengehandelten Fonds eingestiegen: An der Schweizer Börse sind die Exchange Traded Funds (ETFs) European Sector Rotation II (ISIN: LU 031 776 031 1), European Sector Rotation III (ISIN: LU 031 776 210 1) und US Sector Rotation (ISIN: LU 031 775 850 5) bereits gelistet. In Kürze sollen Anleger die Produkte auch über die Frankfurter Börse kaufen können.

Alle drei Fonds bilden nicht einfach Indizes ab, sondern die Wertentwicklung aktiv gemanagter Aktienkörbe. Diese dienen Vontobel bereits seit Januar 2004 beziehungsweise Dezember 2006 als Basiswerte für Zertifikate. Für das Management ist Kraus Partner Investment Solutions aus Zürich verantwortlich. Bei der Aktienauswahl folgt die Gesellschaft einem quantitativen Computermodell, das zunächst die attraktivsten Branchen und dann die jeweils aussichtsreichsten Titel herausfiltert. Pro Branche dürfen höchstens sechs Titel in den Aktienkorb kommen.

Die Basiskörbe des European Sector Rotation II und III dürfen maximal 108 europäische Unternehmen enthalten. Der Unterschied beider Körbe besteht darin, dass die Branchen und Titel der Variante II im Januar, April, Juli und Oktober angepasst werden. Bei der Variante III erfolgt die Anpassung im März, Juni, September und Dezember. Aktuell enthalten beide Körbe 25 Aktien. In den Basiskorb des US Sector Rotation kommen maximal 60 US-Unternehmen, aktuell sind es 23. Auch dieser Korb wird vierteljährlich neu strukturiert.

„Wir sind daran, eine breit gefächerte Palette an strukturierten ETFs aufzubauen“, sagt der Leiter von Vontobels Derivategeschäft, Georg von Wattenwyl. Geplant seien Produkte mit und ohne feste Laufzeit. Strukturierte ETFs ohne Laufzeitbegrenzung würden hauptsächlich Strategien, Themen und Regionen abdecken. Solche mit fester Laufzeit würden Auszahlungsprofile wie Kapitalschutz und Rendite-Optimierung bieten, wie es sie bis vor kurzem nur in Zertifikaten gab.

Die drei Fonds werden ausschließlich über die Börse gehandelt. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt jeweils 1,79 Prozent.