Bundesrepublik kauft Villa von Thomas Mann

Vor dem Abriss gerettet

Bundesrepublik kauft Villa von Thomas Mann

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Lange hat es gedauert, nun hat man sich doch geeinigt: Die Bundesrepublik hat Thomas Manns einstiges Exil-Anwesen am Rande von Los Angeles für etwa 13,5 Millionen US-Dollar erworben und damit vor dem wahrscheinlichen Abriss gerettet. Schon in den siebziger Jahren hatte der damalige Bundesminister Gerhart Baum beim Außenamt den Erwerb des geschichtsträchtigen Hauses angeregt. Damals waren die Bemühungen jedoch gescheitert.

Die kalifornische Villa von Thomas Mann „war die Heimat für viele Deutsche, die gemeinsam für eine bessere Zukunft unseres Landes gestritten, um die Wege zu einer offenen Gesellschaft gerungen und ein gemeinsames transatlantisches Wertefundament erarbeitet haben", kommentierte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der „Süddeutschen Zeitung" gegenüber den Kauf.

Das von Architekt Julius Ralph Davidson entworfene Gebäude im feinen Stadtteil Pacific Palisades wäre höchstwahrscheinlich abgerissen worden, wenn die Bundesrepublik hier nicht zugegriffen hätte. Das historische Einfamilienhaus mit seinen bescheidenen 489 Quadratmetern ist wirtschaftlich gesehen einfach zu klein für das fast 4.000 Quadratmeter Grundstück in bester Lage und wäre wohl durch einen großzügigeren Neubau ersetzt worden.

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