Im August musste die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wieder einmal diverse Finanzmarktteilnehmer verwarnen und Ermittlungen einleiten. Besonders häufig ging es um Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne die dafür nötige Erlaubnis nach deutschem Kreditwesengesetz (KWG) oder Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Auch gegen Betrug im Namen bekannter Finanzunternehmen und dubiose Aktiengeschäfte schritten die Finanzaufseher ein.

Hier kommt der Überblick:

Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis

Um in Deutschland Bankgeschäfte zu betreiben, benötigen Unternehmen eine Erlaubnis der Bafin. Immer wieder bieten Firmen ohne Zulassung Geldanlageprodukte im Internet an. Die Finanzaufsicht, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten, bei Finanzdienstleistungen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen. Oft fehlen auf kriminellen Internetseiten etwa Angaben zum Firmensitz und das Impressum. Ob ein Unternehmen von der Bafin zugelassen ist, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der Finanzaufsicht nachschauen.

Oder Unternehmen behaupten, beaufsichtigt zu werden – aber das entsprechende Institut existiert gar nicht. So im Fall des Unternehmens Iron Bulls, Betreiber der Website iron-bulls.pro, das behauptet, von der „Europäischen Finanzaufsichtsbehörde“ beaufsichtigt zu werden. Diese Behörde gibt es jedoch nicht.

Gleiches gilt für das Avotrend, Betreiber der Website avotrend.com. Auch hier wird behauptet, dass sie von der Europäischen Finanzaufsichtsbehörde überwacht werden.

In dem Monat warnt die Bafin zudem vor folgenden Firmen und Internetseiten, die Finanz- und Wertpapierdienstleistungen ohne Erlaubnis sowie teilweise auch Kryptowerte-Dienstleistungen ohne Erlaubnis angeboten haben:

  • Adaptives Scheme, Betreiber der Website adaptivesscheme.com
  • FinXToro, Betreiber der Website finxtoro.org
  • Eco Group Finance, Betreiber der Website eco-fgroup.com
  • AuroraStocks, Betreiber der Website aurorastocks.com
  • Tondratex, Betreiber der Website tondratex.com
  • DIGITALTRADERS, Betreiber der Website digitaltradersprogram.site
  • Zeon Global, Betreiber der Website zeon-lim.co
  • Mulfin Trade, Betreiber der Website trading-area.mulfin-v5.com
  • Unbekannte Betreiber der Website orange-ltd.com
  • VectaBIX Technologies Inc. beziehungsweise VectaBIX Financial Inc., Betreiber der Website vectabix.com
  • MigConsults, Betreiber der Website migconsults.de
  • Digitale Börse Management AG, Betreiber der Website dbm.ag
  • MonaCasse beziehungsweise Synergetic Solutions Group Ltd., Betreiber der Website monacasse.com
  • Berlin Asset Holding AG beziehungsweise BAH.AG, Betreiber der Website bah.ag; das Unternehmen tritt außerdem in Zusammenhang mit der fiktiven Zentralbehörde für Finanzkontrolle auf
  • Nexus LLC, Betreiber der Website quantum-banc.com
  • SigmaPro, Betreiber der Website sigma-pro.io
  • Stratus Solution, Betreiber der Website stratussolution.tech
  • Unbekannte Betreiber der Website cryptex-vip.com und cryptex.to
  • Stamford Finance, Betreiber der Website stamford-finance.com
  • Aktia PLC, Betreiber der Website aktiafi-capital.com (früher global-aktiaplc.com)
  • MA Banco und Hauptstadt Bank, Betreiber der Website ma-banco.com und hauptstadtbank.com
  • Vallay Finance, Betreiber der Website vall-fin.com
  • PrideFx, Betreiber der Website pridefx.top, früher pridefx.org und pride-fx.org
  • DOEX Exchange beziehungsweise Doex, Betreiber der Websites doexexchange8.com, h5.ki-x.link und doex.cc
  • Unbekannte Betreiber der Website werteu.net
  • Ai-gruppe, Betreiber der Website ai-gruppe365.com
  • TESSORO365, Betreiber der Website tessoro365.com
  • Zitadelle24, Betreiber der Website zitadelle24.com
  • ExonFund, Betreiber der Website exonfund.com
  • Dexybit AI beziehungsweise Dexybit AI Ltd., Betreiber der Website dexybitai.de
  • Unbekannte Betreiber der Website forwardfinancing.de
  • Baring Investments/Baringinvestments/Baring Asset Management/Baring Ltd oder Baring Capital Management Limited, Betreiber der Website baringinvestments.com
  • BlueOnyx Trade LTD, Betreiber der Website blueonyxtradeltd.com
  • NordrockAI, Betreiber der Website nordrockai.com
  • Woodmont Ventures LLC, Betreiber der Websites woodmont.ai und woodmont.pro
  • Sofort Kredit Plus, Betreiber der Website sofortkreditplus.com
  • De lening voor iedeeren Group, Betreiber der Website desnellelening.com
  • Beste-Festgeldvergleich, Betreiber der Website beste-festgeldvergleich.de
  • Karpax, Betreiber der Website karpax.pro, karpax.co sowie karpax.vip

Warnung vor Angeboten über Social Media und Whatsapp-Gruppen

Immer öfter werden unseriöse Angebote in Whatsapp-Gruppen und bei Instagram oder Facebook veröffentlicht. In diesem Monat warnt die Bafin vor den nachfolgenden Angeboten.

So werden derzeit über verschiedene Whatsapp-Gruppen Aktienempfehlungen ausgesprochen und sogenanntes Daytrading über IS-Konten sowie eine Börse mit dem Namen AURORA (stocks.auroras-pro(.)com/#/login) angeboten. Zudem besteht der Verdacht, dass es sich hier um einen Identitätsmissbrauch zu Lasten der Arcano Capital USA Inc. mit Sitz in New York handelt.

Ebenfalls über Whatsapp-Gruppen werden Aktienempfehlungen und Trading über Private-Equity-Handelskonten angeboten. Das Trading erfolgt in Apps mit den Namen SLTM beziehungsweise SLTM Pro. Zusätzlich handelt es sich hierbei noch im einen Identitätsmissbrauch. Denn die Angebote stammen nicht von der Silver Lake Technology Management, L.L.C. u. a. mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien.

Andere Betrüger wenden sich über die Website mapleinv.com und über Social-Media-Kanäle an ihre Opfer und werben für verschiedene Whatsapp-Gruppen (unter anderem i2 Maple Capita - 2. Vermögensseminar und 109 Maple Leaf Business School), in denen Anlageempfehlungen zum Kauf von Aktien gegeben werden sollen. Hierzu müssen die Mitglieder dann ein Konto in der App MapleVip eröffnen.
Angeblich werden diese Gruppen von Professor Richard Dennis und seiner Assistentin Katharina Weber geleitet. Dafür werden die Identitäten der Maple Capital Gruppe und des bekannten Traders Richard Dennis missbraucht. Das Unternehmen wird auch nicht von der Bafin beaufsichtigt, wie fälschlicherweise behauptet wird.

Die Bafin warnt außerdem vor Whatsapp-Gruppen und Handels-Apps unter den Namen DN Capital, DN Caps, CAPS-DN sowie Chancenentdecker, die angeblich von der DN Capital (Germany) GmbH stammen, was nicht der Fall ist. Die Warnung umfasst auch die Angebote auf den Webseiten dncaps.com und caps-dn.com, insbesondere den Download und die Nutzung der dort bereitgestellten App. In den Gruppen werden unter anderem von Anna Müller Empfehlungen für den Kauf von Finanzinstrumenten geteilt.

Potenzielle Mitglieder werden auch für die Whatsapp-Gruppen F68-BCN Europäischer Investmentkurs, Brighton Capital Partner.N, BCP Aktie Group-M3 und BCP VIP Investment Club-A55 angeworben. Dort werden von Angela Stein, Clara Wagner und Manfred Kleinix Empfehlungen für den Kauf von zum Beispiel Kryptowährungen geteilt. Die Angeworbenen sollen dann über die App KCAPM ein Konto eröffnen und auf ausländische Konten einzahlen. Angebliche Initiatoren sind die amerikanischen Unternehmen Kenwood Capital Management beziehungsweise Brighton Capital Partners. Das ist jedoch falsch. Kenwood Capital Management LLC beziehungsweise Brighton Capital Partners LTD/LLC steht in keiner Verbindung.

Weitere betrügerische Angebote gibt es über die Website infinaworld.com sowie die Whatsapp-Gruppe IFC Finanzakademie8811, in der auf die Seite verwiesen wird. Darüber hinaus werden Mitglieder der Gruppe aufgefordert, eine App mit der Bezeichnung WS-G herunterzuladen. Auf der Website wird außerdem mehrfach Hans-Georg Bremer, den Angaben zufolge ein „renommierter deutscher Aktienprofessor“, genannt. Bremer sowie seine Frau Jana Fischer und Bernd Schäfer sollen angeblich auch die Whatsapp-Gruppe leiten. Die unbekannten Täter nutzen bei ihrer Geschäftstätigkeit auch ein gefälschtes Bafin-Schreiben mit der Bezeichnung „Formelle Mitteilung über das derzeit laufende Genehmigungsverfahren“. Hinzu kommt ein Identitätsmissbrauch zu Lasten der International Finance Corporation, IFC, ifc.org vor.

Eine weitere Warnung spricht die Bafin für Whatsapp-Gruppen (unter anderem KKR Pro Investment Club, Q7 KkR Investmentclub, ML Deutsches Marktforum, KKR-Marktstrategiezentrum, KKR-Lehrgruppe, VIP10-KKR Investmentclub, Q10-KKR Investmentclub, A-365KKR Investorenclub) aus, die angeblich von der KKR & Co. Inc. in den USA betrieben werden sowie für die Website pc.kkram-api.com. Die Gruppen werden von einem angeblichen Michael Wagner beziehungsweise angeblich von Till van Dorp sowie seiner angeblichen Assistentin Marina Winkler geleitet.
Auch wenn es bei der Kohlberg Kravis Roberts GmbH, Frankfurt am Main, tatsächlich einen Mitarbeiter namens Till van Dorp gibt, besteht doch keinerlei Zusammenhang zwischen irgendwelchen Messengerdienst-Gruppen und van Dorp, der Kohlberg Kravis Roberts GmbH, der KKR Alternative Investment Management Unlimited Company, Irland, KKR Credit Advisors (Ireland), der Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P., USA, der KKR & Co. Inc. oder einem anderen mit ihr verbundenen Unternehmen. In diesem Zuge warnt die Bafin auch vor Apps mit den Bezeichnungen KKRpro und KKRAM, die in der Vergangenheit verwendet wurden.

Unbekannte geben sich auch als Mitarbeiter der Adams Street Partners LLC beziehungsweise der Adams Street (Europe) GmbH, München, aus und wenden sich in Whatsapp-Gruppen und Chats an Anleger (unter anderem Vermögensaufbauer, ASP-VIP-Gruppe). Angeworben wird auch in diesem Fall wieder über Social-Media-Gruppen. Eine Website, die das Logo und die Marke von Adams Street Partners missbraucht und offenbar mit den oben beschriebenen Whatsapp-Gruppen in Verbindung steht, wurde ebenfalls eingerichtet (mit der Domain asppeglobal-pro.com) und gibt vor, Privatpersonen Investmentdienstleistungen von Adams Street Partners anzubieten. Letztlich sollen Aktien über ein spezielles SMA-Konto erworben werden. Die Gruppen werden angeblich von einem Partner der Firma geleitet, der als Projektleiter der ASP Investment Management Company beschrieben wird. Es besteht keinerlei Zusammenhang mit den Unternehmen Adams Street Partners LLC oder Adams Street (Europe) GmbH oder mit deren Mitarbeitern oder Partnern. Es handelt sich also um einen Identitätsmissbrauch.

Weitere ähnliche Fälle:

  • Whatsapp-Gruppen wie A-30 Vermögenssteigerungs- und Gewinnplangruppe, die angeblich von der Morgan Stanley International Ltd. betrieben werden. Weder dieses Unternehmen noch die Morgan Stanley Europe SE haben damit etwas zu tun. Die Gruppen werden angeblich von Michael Wilson sowie Diana Trade geleitet. Über die Plattform MDSL Core sollen Kryptowerte und andere Finanzprodukte gehandelt werden
  • Quantalis Asset Management beziehungsweise Quantalis Vermögensverwaltung bietet über verschiedene Whatsapp-Gruppen Aktienempfehlungen und die Teilnahme an einem sogenannten Ertragsplan über sogenannte institutionelle Konten an. Es wird auf die Websites quantalis.com sowie auf die Apps QuantalisINL und QuantalisMAX und einen Prof. Dr. Tom Weber verwiesen. Es besteht keine Verbindung zu Quantalis Asset Management Ltd mit Sitz im US-amerikanischen Boulder, Colorado
  • Whatsapp-Gruppen wie zum Beispiel H020 Man Group Smart Investment Group und 828 Man Group VIP, die angeblich von der MAN AHL Group betrieben werden. Finanzprodukte sollen über die App MP MAHL gehandelt werden. Die Angebote stammen nicht von der MAN AHL Group mit Sitz im Vereinigten Königreich
  • Venus Investment Alliance, Betreiber der Website venus.org, die zusammen mit dem Unternehmen Gimcoinese auch über die Websites gimcoinese.com und gimcoinese.vip sowie über die App GimCN über Whatsapp-Gruppen und Chats sich an deutsche Anlegerinnen und Anleger wendet. Bei den Initiatoren – Anna Schulz und Prof. Michael Schmidt – handelt es sich um falsche Identitäten
  • Internationale Finanz Corporation (IFC), IFC Internationale Finanzgesellschaft und die damit verbundenen App IFWS, die über verschiedene Whatsapp-Gruppen (zum Beispiel Investmentgesellschaft IFC, IFC-Akademie, IFC-Finanzakademie 20 sowie IFC Handelsakademie) Aktienempfehlungen aussprechen und Aktienhandel über Institutskonten sowie einer App mit dem Namen IFWS anbieten. Es handelt sich außerdem um einen Identitätsmissbrauch, da die Angebote nicht von der International Finance Cooperation (World Bank Group), Washington DC, USA, stammen
  • Instagram-arbeitsgruppe bei Instagram und Telegram
  • Die Nanolite Foundation über Instagram und Facebook in Whatsapp-Gruppen sowie auf der Website nanolite-foundationnlf.com (zuvor: nanolite-foundation.com und nanolite-foundationn.com). In den Gruppen wird der sogenannte „Strategische Trendfokus-Plan“ angeboten, ein angebliches Investment mit bis zu 550 Prozent Rendite in 40 Handelstagen, welches von dem angeblichen Experten Prof. Müller und seiner Assistentin Greta beworben wird
  • Whatsapp-Gruppen, die unter der Bezeichnung Aksia auftreten. Diese werden angeblich von Anna Lehmann, John Miller, Katja Richter und Logan Sterling geleitet. Angeworben wird auch hier über Social-Media-Kanäle für Whatsapp-Gruppen wie Circle 205/Orakel Vision 300, B509-Erfolgsnavigator, K 9 Aksia Akademie für diversifizierte Investitionen, Interne Aktien-Gruppe von AKSIA LLC M22, Interne Aktiengruppe von Aksia LLC M33. Im Anschluss sollen auf einer angeblichen Kryptobörse über Apps wie Aksiapro AKsiaplus oder AKpro Kryptowerte gehandelt werden
  • Die Telegram-Gruppe Chartered Investment Germany, die angeblich von Daniel Maier und Markus Fehn geleitet wird. Die Angebote stammen nicht von der Bafin-beaufsichtigten Chartered Investment Germany GmbH oder deren Mitarbeitern. Es handelt sich also zusätzlich um einen Identitätsdiebstahl
  • Whatsapp-Gruppe DAX-Elitenetzwerk 124, in der dazu verleitet wird, die App zktradepro zu verwenden
  • Whatsapp- und Telegram-Gruppen, die angeblich von der Blezef CRYPTO GROUP LIMITED betrieben werden. Geleitet wird diese angeblich von Lorenzi Riccardi. Über die App BZFX oder die Website blezefgroup.com sollen nach Aufnahme von Darlehen Kryptowerte gehandelt werden. Weitere verdächtige Messengerdienstgruppen sind in diesem Zusammenhang: B 128 Lorenzo Die Aktien-Analysegruppe; Premium VIP92-Axionto Taktikkreis; H1-Axionto Strategieshare; H10-Axionto Strategieshare

Vorsicht vor Plattformreihen

Die Bafin warnt außerdem vor Plattformreihen, die den Slogan „Intelligentes Handeln an den Finanzmärkten“ („Smart trading on financial markets“) verwenden. Bislang sind in diesem Zusammenhang folgende Websites bekannt geworden:

platiniumstox.com; globexoptions.com; accruedigitalasset.com; stoxmirror.com; sixapex.com; globalihaven.com; harvestdrift.com; indoortraders.com.

Eine ebensolche Warnung gilt für Websites, bei denen die Präsentation auf der Seite immer mit dem Satz „Willkommen bei [Name der Website]“ beginnt. Dies sind:

alergonex-neo.org; anovantrex-neo.org; axireich-pro.org; bezaravex-neo.org; billera-neo.org; bitreich-neo.org; blackgoldprofitai-pro.org; brauxrich-neo.pro; cryptovantix-neo.org; davornexapp-neo.org; dexirich-neo.org; euroboostai-pro.org; evokeedge-pro.org; exeloniq-pro.org; fexirich-neo.org; finaxpro-official.org; finetraai-neo.org; finomentalixai-pro.org; finorionisai-neo.org; fintrovexil-neo.org; finupix-neo.org; finxalor-neo.org; finxelor-neo.org; frlorexiala-official.org; frlorexiana-neo.org; frlorexiuma-invest.org; goventhyx-neo.org; immediate60diamox-pro.org; immediatefinanzen-invest.org; immediatekeflex-official.org; immutableazopt-neo.org; ingresosdrazul-pro.org; instantfiro-neo.org; izireich-pro.org; kapitrustex-neo.org; kineretai-pro.org; kineretaix-pro.org; klaronexor-invest.org; kodbaufonds-neo.org; kvartogrex-neo.org; lovaritestorage-neo.org; morentix-neo.org; neuroquantiva-invest.org; nexinteq-pro.org; nexioroyal-neo.org; nordexrich-neo.org; optiverniq-neo.org; opulatrix-official.org; proxencore-pro.org; quantamultimedia-pro.org; quantaviraai-neo.org; quantelvix-neo.org; quantreich-neo.org; quendorexa-neo.org; reformwealthprotocol-pro.org; rexalfin-neo.org; swapitor-neo.org; swiftwealthai-pro.org; tradiumki-pro.org; tradylenox-neo.org; valutroniq-invest.org; verdienen-neo.org; vermobitai-pro.org; vexirich-neo.org; vornethpro-neo.org; wealthjuxtapidbit-pro.org; wextriol-invest.org; wiroxfin-neo.org; zenitreich-official.org; zentrexio-neo.org.

Außerdem warnt die Bafin vor der Plattformreihe „Verdienst für deutsche Staatsbürger VON 200 BIS 950 EURO PRO TAG“. Dazu gehören folgende Websites:

bezaravex-official.org; finaxpro-neo.org; finomentalixai-invest.org; instantfiro-official.org; izireich-neo.org; klaronexor-neo.org; neuroquantiva.org; nexioroyal-pro.org; proxencore-official.org; quantreich-pro.org; reformwealthprotocol.org; vermobitai-neo.org; yeldorinox-neo.org; zenitreich-invest.org; zentrexio-official.org.

Und auf noch eine weitere Plattformreihe ist die Bafin aufmerksam geworden. In diesem Fall beginnt die Präsentation auf den Websites meist mit dem folgenden Satz: „[Name der Website] Einfacher Weg zu maximalem Gewinn“. Folgende Websites sind der Finanzaufsicht in diesem Zusammenhang bekannt geworden:

alergonex-official.org; anovantrex-official.org; bitreich-official.org; blackgoldprofitai-neo.org; botaravex-official.org; brauxrich-official.org; cryptovantix-official.org; davornexapp-official.org; dexirich-official.org; euroboostai-neo.org; evokeedge-neo.org; exeloniq-neo.org; finetraai-official.org; finomentalixai-neo.org; finorionisai-official.org; finupix-official.org; finxalor-official.org; frlorevista-neo.org; frlorexiala-neo.org; frlorexiana-official.org; frlorexiuma-neo.org; fyxoltrix-official.org; goventhyx-official.org; immediate60diamox-neo.org; immediatefinanzen-neo.org; immediatekeflex-pro.org; immutableazopt-official.org; ingresosdrazul-neo.org; izireich-invest.org; kapitrustex-official.org; kineretai-neo.org; kineretaix-neo.org; kodbaufonds-official.org; kvartogrex-official.org; lovaritestorage-official.org; morentix-official.org; neuroquantiva-pro.org; nexinteq-invest.org; nexioroyal-invest.org; nexiowert-neo.org; nordexrich-official.org; optiverniq-official.org; proxencore-neo.org; quantamultimedia-neo.org; quantaviraai-official.org; quantelvix-official.org; quantreich-invest.org; quendorexa-official.org; rexalfin-official.org; stabelpaycore-pro.org; swiftwealthai-neo.org; tradylenox-official.org; valutroniq-neo.org; verdienen-official.org; vexirich-official.org; vornethpro-official.org; wealthjuxtapidbit-neo.org; wextriol-pro.org; wiroxfin-official.org; yeldorinox-invest.org; zenitreich-pro.org.

Eine Warnung spricht die Bafin auch für die Plattformreihe „Steigern Sie Ihr Krypto-Spiel“ aus. Dazu gehören folgende Websites:

alergonex-pro.org; anovantrex-pro.org; bexrovial-official.org; bexrovial-pro.org; bezaravex-invest.org; billera-official.org; bitreich-pro.org; blackgoldprofitai-invest.org; botaravex-pro.org; brauxrich-pro.org; bryxalord-pro.org; cryptovantix-pro.org; davornexapp-pro.org; dexirich-pro.org; euroboostai-invest.org; evokeedge-invest.org; exeloniq-invest.org; fexirich-pro.org; finaxpro-pro.org; finetraai-pro.org; finomentalixai-official.org; finorionisai-pro.org; fintrovexil-pro.org; finupix-pro.org; finxalor.vip; finxalor-pro.org; finxelor-invest.com; finxelor-pro.org; frlorevista-invest.org; frlorexiala-pro.org; frlorexiana-pro.org; frlorexiuma-pro.org; fyxoltrix-pro.org; http://genetraxai-pro.com; goventhyx-pro.org; immediate60diamox-invest.org; immediatefinanzen-pro.org; immediatekeflex-neo.org; immutableazopt-pro.org; ingresosdrazul-invest.org; instantfiro-pro.org; investrelix-pro.com; kapitrustex-pro.org; kineretai-invest.org; kineretaix-invest.org; klaronexor-pro.org; kodbaufonds-pro.org; kvartogrex-pro.org; lovaritestorage-pro.org; morentix-pro.org; nexinteq-neo.)org; nexioroyal-official.org; nexiowert-invest.org; nordexrich-pro.org; optiverniq-pro.)org; opulatrix-neo.org; proxencore-invest.org; quantamultimedia-invest.org; quantaviraai-pro.org; quantelvix-pro.org; quantreich-official.org; quendorexa-pro.org; reformwealthprotocol-invest.org; rexalfin-invest.org; stabelpaycore-invest.org; stabelpaycore-official.org; swapitor-pro.org; swiftwealthai-invest.org; tradiumki-invest.org; tradylenox-pro.org; valutroniq-pro.org; verdienen-pro.org; vermobitai-invest.org; vexirich-pro.org; vornethpro-pro.)org; wealthjuxtapidbit-invest.org; wextriol-neo.org; wiroxfin-pro.org; xenirluzoapp-pro.com; zenitreich-official.org; zentrexio-pro.org; zintrexio-invest.org.

Ebenfalls eine Warnung spricht die Bafin für die Plattformreihe „Ihre Chance, tausende Euro passiv zu verdienen. Jetzt, für alle“ aus. In diesem Zusammenhang sind bisher folgende Websites bekannt geworden:

dexair.pro; finxalor.pro; lunexora-v2.com; nexiowert.app; quantreich.)app; quantum-dexair.)org.

Eine solche Warnung gilt auch für die Plattformreihe „VERDIENEN SIE ÜBER €800 TÄGLICH durch den Handel mit [Name der Website]“. Einzelne Seiten der Reihe werben - leicht abweichend - auch mit dem einleitenden Satz: „ERZIELEN SIE TÄGLICH €650 MÜHELOS durch den Handel mit [Name der Website]“. Bislang zählen dazu folgende Websites:

axireich-invest.com; investronex.vip; nexiorex.pro; nexioroyal.vip; nexoiwert.pro; quantreich.org; reichonix.com; vorexvest.net.

Und für noch eine Plattformreihe spricht die Bafin eine Warnung aus. Die Präsentation beginnt in diesem Fall immer mit dem Satz „Tägliche Gewinne zwischen 780 € und 1.800 € dank einer intelligenten Investitionsplattform“. Dazu zählen die Websites:

axireich-invest.org; bit-kros.org; geonix-pro.com; investronex.pro; kholkevest.com; lexikros.net; nexiorex.info; nexioroyal.pro; nexiowert.vip; norexvest.net; quantreich(.)pro; reichonix.de; vorexvest.org; zenit-reich.com.

Mit dem Slogan „Smart handeln: Zugriff auf regulierte Bitcoin-ETF-Tools“ beginnt eine weitere Plattformreihe, vor der die Bafin warnt. Dazu gehören diese Seiten:

axireich.org/; bitkros.org/; coinsreih.vip/; geonixpro.de/; investronex.de/; kholkevest.net/; nexiorein.org/; nexiorex.vip/; nexioroyal.net/; nexiowert.de/; norexvest.xyz/; quantreich.net/; velokomopro.world/; vorexvest.xyz/; zenitreich.pro/

Die Bafin weist bezüglich der Plattformreihen außerdem darauf hin, dass ein Zusammenhang zu weiteren Reihen von Websites bestehen kann, die gleiche Namensbestandteile in ihren Domains verwenden.

Finanzgeschäfte unter falschem Namen

Um zu verschleiern, dass ihnen die Erlaubnis für Finanzgeschäfte fehlt, nutzen Betrüger häufig die Namen bestehender Unternehmen. Unter dieser falschen Identität werden dann vermeintliche Finanzangebote unterbreitet – teilweise kopieren Kriminelle dafür ganze Internetseiten.

So warnt die Bafin vor einer angeblichen Zentralbehörde für Finanzkontrolle (ZFK), die behauptet, digitale Währungen in Deutschland zu überwachen. Die ZFK ist keine echte Aufsichtsbehörde. Im Impressum wird die Adresse des Finanzamtes Berlin-Neukölln für diese Zwecke missbraucht, warnt die Finanzaufsicht.

Ebenfalls von Identitätsmissbrauch betroffen ist Union Investment. Unbekannte geben sich als Mitarbeiter der Union Investment Privatfonds GmbH aus und wenden sich in Whatsapp-Gruppen und Chats an Anlegerinnen und Anleger. Die Gruppen werden angeblich von Peter Müller, Senior Investment Analyst bei Union Investment, geleitet. Geworben wird auch in diesem Fall über Social-Media-Kanäle wie Instagram, Anleger sollen so in Whatsapp-Gruppen gelockt werden (unter anderem 10 Dividenden & Fondsjäger, Goldene Ranch27, (37) Dax Daten- und Trendanalysegruppe). Hier wird dann ein Investment in einen speziellen Fonds propagiert, die Einzahlung soll über eine spezielle App auf das Konto des Gruppenleiters erfolgen.

Auch Trade Republic ist Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden. So wird behauptet, dass die Whatsapp-Gruppe A20 DAX Experten Alliaz angeblich von dem in Berlin ansässigen Neobroker betrieben wird. Das ist jedoch falsch.

In dem Monat warnt die Bafin zudem vor folgenden Firmen und Internetseiten, die die Identität anderer Unternehmen missbrauchen:

  • Unbekannte Betreiber der Webseiten captraderweb.com und captrader.net sowie den vormals genutzten Webseiten captrader.financial und cap-traders.com (zu Lasten der CapTrader GmbH mit der Webseite www.captrader.com)
  • Unbekannte Betreiber der Website valutafactoring.com (zu Lasten der Valuta Factoringgesellschaft mbH mit Sitz in Detmold)
  • Zinswelten, Betreiber der Website zinswelten.de (zu Lasten der Euroclear Bank SA/NV Repräsentanz mit Sitz in Frankfurt am Main)
  • Zinsvergleich, Betreiber der Website top-zinsvergleich.de, die die E-Mail-Adressen @backofficedvag.de und @office-dvag.de nutzen (zu Lasten der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft – DVAG mit Sitz in Frankfurt am Main)
  • Unbekannte Betreiber der Website sgikapital.de (zu Lasten der in Hannover ansässigen SGI Investments GmbH)
  • Skyline Financial Limited beziehungsweise SkyLineFx Trading Point of Financial Instruments Limited, Betreiber der Website skylinefx.co (zu Lasten der Skyline Financial LTD)
  • Unbekannte Betreiber der Website akquivestgmbh.com (zu Lasten der AkquiVest GmbH, München, Website: gerholdinvest.com)
  • London&Capital, Betreiber der Website londonkapital.com (zu Lasten der in Großbritannien ansässigen Investmentgesellschaft St. James Place Wealth Management PLC)
  • Unbekannte Betreiber der Website cara-capital-management.com (zu Lasten der Cara RE Opportunities GmbH mit Niederlassung in Frankfurt a.M.)
  • Unbekannte Betreiber der Website firstavepartners.de (zu Lasten der First Avenue Partners (Europe) GmbH)
  • Enterprise-investment CORP LTD, Betreiber der Website enterprise-investment.org (zu Lasten der Enterprise Investment Exchange Limited und der Enterprise Limited)

Dubiose Aktienangebote

In der Vergangenheit sind bereits häufig Meldungen von Betrugsversuchen bekanntgeworden, bei denen Aktien bekannter Gesellschaften zur Zeichnung angeboten werden. Diese Aktien werden jedoch nach Zahlung durch die Käufer nicht geliefert und die Anbieter sind nicht mehr erreichbar; in einigen Fällen existieren die angebotenen Aktien noch nicht einmal.

Die Bafin warnt deshalb vor Angeboten, die zunächst telefonisch und anschließend von der E-Mail-Adresse [email protected] aus versandt werden. Denn die Gesellschaft täuscht Anlegerinnen und Anlegern vor, bei ihr Aktien von Klarna kaufen zu können.

Die unbekannten Täter handeln unter der Bezeichnung Renaissance Capital, 20 Farringdon St, London EC4A 4AB, United Kingdom, (Ländervorwahl Schweiz) 449746417 / (Ländervorwahl Vereinigtes Königreich) 2037692738 / (Ländervorwahl Deutschland) 32229990795, renaissancecapital.com. Außerdem scheinen sich die Täter der Identität der Renaissance Capital LLC, 100 First Stamford Place, Suite 403, Stamford, CT 06902 (USA) zu bedienen.

Es liegt außerdem keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) vor. Zusätzlich fehlt ein Wertpapierprospekt.

Vermeintliche Jobangebote

Die Bafin warnt auch davor, Jobangebote anzunehmen, die angeblich von der sterestra GmbH, Bremerhaven, stammen oder über die Website sterestra.net angeboten werden. Das genannte Unternehmen hat mit den Stellenanzeigen nichts zu tun. Konkret werden zum Beispiel „Mitarbeiter*In (M/W/D) – Digitale Effizienzsteigerung / Remote“ gesucht. Die Tätigkeit soll dann darin bestehen, auf den eigenen Namen ein Zahlungskonto zu eröffnen und dieses für Überweisungen an Dritte zur Verfügung zu stellen.

Eine solche Warnung gilt auch für das Angebot als „Mitarbeiter*in (m/w/d) für Datenabwicklung“, das angeblich von der DARUCO GmbH stammt. Das Angebot wird unter anderem auf der Website daruco.net veröffentlicht. Die DARUCO GmbH hat dieses Angebot jedoch nicht verfasst.

Privatpersonen, die einer solchen Tätigkeit nachgehen, können sich jedoch strafbar machen. Zudem können Personen, von denen das eingezahlte oder überwiesene Geld stammt, Rückzahlungsansprüche geltend machen. Darüber hinaus besteht auch noch die Gefahr, dass die persönlichen Daten der Arbeitssuchenden missbraucht werden.

Betroffenen empfiehlt die Finanzaufsicht, Polizei oder Staatsanwaltschaft zu informieren.

Verstoß gegen die Prospektpflicht

In Deutschland dürfen Wertpapiere – mit wenigen Ausnahmen – nicht ohne einen von der Bafin gebilligten Prospekt öffentlich angeboten werden. Die Finanzaufseher prüfen dabei, ob der Prospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält, sowie, ob der Inhalt verständlich ist und keine Widersprüche enthält. Ein Verstoß gegen die Prospektpflicht wird mit einer Geldbuße von bis zu 5 Millionen Euro beziehungsweise 3 Prozent des Gesamtumsatzes des letzten Geschäftsjahres geahndet.

Anleger können in einer Datenbank online überprüfen, ob ein Prospekt bei der Bafin hinterlegt ist. Allerdings prüft die Bafin Angebote nicht auf ihre Seriosität und inhaltliche Richtigkeit.

Gegen die Prospektpflicht verstoßen haben jüngst folgende Firmen:

Die Felber Forestal S.A., Maciel, Paraguay, die in Deutschland Wertpapiere in Form von Vorzugsaktien der Gesellschaft anbietet. Anhaltspunkte für eine Ausnahme von der Prospektpflicht sind nicht ersichtlich.