Im Mai musste die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wieder einmal diverse Finanzmarktteilnehmer verwarnen und Ermittlungen einleiten. Besonders häufig ging es um Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne die dafür nötige Erlaubnis nach deutschem Kreditwesengesetz (KWG) oder Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Auch gegen Betrug mit Whatsapp-Gruppen und unter falschem Namen schritten die Finanzaufseher ein.

Hier kommt der Überblick:

Betrug mit Aktien

Seit einiger Zeit häufen sich Meldungen über Betrugsversuche, bei denen Aktien bekannter Unternehmen angeboten werden, heißt es von der Bafin. Die Käufer erhalten die Aktien jedoch nach Zahlung nicht, die Anbieter sind anschließend nicht mehr erreichbar. Für die Angebote fehlt in der Regel auch der Verkaufsprospekt, in einigen Fällen existieren die Aktien nicht einmal.

Aktuell ermittelt die Bafin gegen die ImperionFinance beziehungsweise Imperion Finance aus London. Konkret täusche das Unternehmen vor, Anlegern Aktien von SpaceX zu verkaufen. Dafür habe das Unternehmen keine Erlaubnis. Auch liege kein Wertpapierprospekt vor.

Die Unbekannten wenden sich an Personen, die in der Vergangenheit über die Hills & Partners Ltd. vorgeblich Aktien der Starlink Inc. gekauft haben und bieten gegen eine Zuzahlung den Tausch dieser Starlink-Aktien in SpaceX-Aktien an. Im Internet tritt die Gesellschaft unter imperionfinance.com auf.

Falsche Aufsichtsbehörde 

Eine Aufsichtsbehörde schafft Vertrauen. Um ihre Angebote als seriös darzustellen, nutzen Betrüger oft den Namen der Bafin oder anderer Finanzbehörden. Besonders perfide: Immer wieder kommt es vor, dass eine eigene Aufsicht erfunden wird. Aktuell warnt die Bafin vor der falschen Aufsichtsbehörde Ifinma, Abkürzung für „International Financial Market Supervisory Authority“. Das Kürzel nimmt offenbar Bezug auf die Schweizer Finanzmarktausicht „Finma“. 

Informationen, die auf der Website ifinma-register.com veröffentlicht wurden, erwecken den Eindruck, es handele sich um eine solche Behörde, die die Erlaubnis für Bankgeschäfte, Finanz- und Wertpapierdienstleistungen erteilen könne. Das stimmt jedoch nicht, in Deutschland ist dafür die Bafin zuständig, in der Schweiz die Finma.

Ein Beispiel: Die Betreiber der Website cmctrading.eu, vor der die Bafin warnt, behaupten, von der Ifinma autorisiert zu sein.

Warnung vor Whatsapp-Angeboten und dubiosen Apps

Immer öfter werden unseriöse Angebote in Whatsapp-Gruppen veröffentlicht. Häufig nutzen die Betrüger die Namen bekannter Unternehmen. Dabei sei der Ablauf meist ähnlich, schreibt die Bafin auf ihrer Website. Zusammengefasst läuft der Betrug meist wie folgt ab:

  • In Werbeanzeigen in sozialen Medien wird mit kostenlosen Aktientipps geworben, Verbraucher werden aufgefordert, Whatsapp-Gruppen beizutreten.
  • In den Gruppen teilen vermeintliche Experten ihr Wissen und empfehlen bestimmte Anlagemodelle oder Aktien, oft gibt es zusätzlich Seminare.
  • Meist wird dann ein Finanzinvestitionssystem vorgestellt, mit dem sich hohe Gewinne erzielen lassen sollen. Anleger werden aufgefordert sich über eine Online-Handelsbörse oder App anzumelden und dort zu handeln. Das Geld wird dabei meist über ein ausländisches Konto oder Kryptowerte eingezahlt.
  • In der Regel erhöhen die Betreiber dann den Druck auf Anleger, weitere Einzahlungen zu leisten. Manchmal gibt es zunächst kleinere Auszahlungen, um Vertrauen aufzubauen. 
  • Im weiteren Verlauf sind Auszahlungen dann jedoch an Bedingungen geknüpft oder nicht mehr möglich. Schließlich sind die vermeintlichen Experten nicht mehr erreichbar und das investierte Geld ist weg.

In diesem Monat warnt die Bafin speziell vor Whatsapp-Gruppen, die die Bezeichnung „Gravity Field“ tragen (z.B. „Gravity Field A397“ und „Gravity Field C138“) und angeblich von der in Berlin ansässigen KKA Management GmbH stammen. Die Bafin stellt klar: Die Angebote kommen nicht von dem genannten Unternehmen. Es handele sich um Identitätsmissbrauch. In den Whatsapp-Gruppen werden Verbraucher dazu verleitet, in Aktien und andere Finanzinstrumente zu investieren, schreibt die Finanzaufsicht. Die unbekannten Betreiber handeln jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit unerlaubt.

Ein weiterer Fall: Verbraucher sollten bei Whatsapp-Gruppen, die angeblich von der Apera Asset Management GmbH betrieben werden, hellhörig werden. In den Gruppen teilt ein vermeintlicher Wirtschaftsexperte, Dr. Darios, sein Wissen zu Finanzthemen, unterstützt durch seine Assistentin Olivia, die den Chat moderiert und den Mitgliedern für Fragen zur Verfügung steht. Verbraucher sollen im Rahmen eines „Investmentprogramms“ in Finanzinstrumente investieren. Ein Zusammenhang mit der Apera Asset Management GmbH mit Sitz in München besteht allerdings nicht, stellt die Bafin klar. Es handele sich um Identitätsmissbrauch.

Unberechtigte Konto-Abbuchungen

Eine Betrugsmasche, die die Bafin aktuell häufiger beobachtet: unberechtigte SEPA-Lastschrifteinzüge. Betrüger nutzen dabei teils gestohlene IBAN-Daten, um per Lastschrift Geld von Bankkonten abzubuchen. Meist sitzen die Täter im Ausland und nutzen einen fiktiven Unternehmensnamen.

Die Finanzaufsicht rät Verbrauchern, regelmäßig ihre Kontobewegungen zu prüfen und bei nicht-autorisierten Abbuchungen ihre Bank zu kontaktieren. Kein Unternehmen darf ohne eine gültige Einzugsermächtigung Geld von einem Konto abbuchen. Bei Lastschriften, die ohne Einzugsermächtigung abgebucht wurden, bleiben 13 Monate Zeit, um das Geld zurückzufordern.

Betroffene sollten der nicht-autorisierten Lastschrift schriftlich widersprechen, indem sie den angeblichen Anbieter kontaktieren und der Abbuchung widersprechen. Darüber hinaus rät die Bafin, Nachweise für einen angeblichen Vertragsabschluss anzufordern. Betrugsopfer könnten zudem Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten.

Dubioses Jobangebot

Immer wieder weist die Bafin auf vermeintlich lukrative Jobangebote von dubiosen Anbietern hin. Im Mai warnt die Finanzaufsicht vor Jobs als „Mitarbeiter in der Verwaltung - Homeoffice“, die auf der Webseite skf-beratung.com angeboten werden. Diese Stellenangebote stammen nicht – wie angegeben – von der Bini Rock IT GmbH mit Sitz in München. Die Tätigkeit bestehe darin, über das eigene inländische Bankkonto Zahlungen Dritter entgegenzunehmen und nach Anweisung weiterzuleiten beziehungsweise in Kryptowerte umzuwandeln.

Die Finanzaufseher haben bereits mehrfach davor gewarnt, auf solche Angebote einzugehen. Wer in Deutschland Zahlungsdienste sowie Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, benötigt dazu die Erlaubnis der Bafin – diese fehlt Firmen, die solche Jobangebote unterbreiten, in der Regel. Das Geld, das weitergeleitet werden soll, stamme zudem vermutlich von Personen, die Opfer krimineller Handlungen geworden sind.

Wer auf ein solches Angebot eingeht, macht sich strafbar. Zudem könnten die Personen, von denen das Geld ursprünglich stammt, Rückzahlungsansprüche geltend machen. Eine weitere Gefahr: Auch die persönlichen Daten der Bewerber könnten für kriminelle Zwecke missbraucht werden. Wer auf ein solches Jobangebot stößt, sollte die Polizei einschalten.

Gleiches trifft auch auf ein Jobangebot als „Mitarbeiter in der Verwaltung im Home Office“ zu, das auf der Webseite sls-consulting.de veröffentlicht wurde. Nach den Erkenntnissen der Bafin besteht kein Zusammenhang mit der SLS Consulting UG mit Sitz in München – es handelt sich also zusätzlich um Identitätsdiebstahl.

Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis

Um in Deutschland Bankgeschäfte zu betreiben, benötigen Unternehmen eine Erlaubnis der Bafin. Immer wieder bieten Firmen ohne Zulassung Geldanlageprodukte im Internet an. Die Finanzaufsicht, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten, bei Finanzdienstleistungen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen. Oft fehlen auf kriminellen Internetseiten etwa Angaben zum Firmensitz und Impressum. Ob ein Unternehmen von der Bafin zugelassen ist, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der Finanzaufsicht nachschauen.

Die Bafin warnt aktuell vor der Website lukas-falke.de sowie E-Mails von [email protected] sowie ähnlichen Adressen. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bieten die Betreiber der Website und Versender der E-Mails ohne Erlaubnis Tages- und Festgeldanlagen an. Im Impressum behaupten sie, vertraglich gebundener Vermittler der BN & Partners Capital AG zu sein. Das stimmt jedoch nicht.

Betrug mit Krediten lastet die Bafin der Eurotrust Loans GmbH mit angeblichem Sitz in Berlin an. Unbekannte bieten Privatpersonen den Abschluss von Darlehensverträgen an. Ein Unternehmen mit diesem Namen existiert jedoch nicht, heißt es von der Finanzaufsicht. 

Das Einlagengeschäft einstellen und abwickeln muss die Ventus Energy Group OÜ mit Sitz in Estland. Das hat die Bafin angeordnet. Das Unternehmen hat auf der Grundlage von Darlehensverträgen mit Anlegern in Deutschland Gelder angenommen – ohne die dafür erforderliche Erlaubnis der Bafin. Die Anordnung verpflichtet die Ventus Energy Group nun, die angenommenen Gelder „unverzüglich“ zurückzuzahlen.

Immer wieder kommt es vor, dass Betrüger mehrere Online-Plattformen parallel verwenden. In diesem Monat warnt die Bafin vor diversen, nahezu identischen Websites, auf denen die Betreiber angeben, Kunden an Bildungseinrichtungen und Partnerfirmen vermitteln zu wollen, die Schulungen zu den Themen „Trading“, „Anlagestrategien“ und „Investitionen in Finanzprodukte“ anbieten. Interessierte werden aufgefordert, auf den entsprechenden Websites ihre Daten in ein Kontaktformular einzutragen.

Nach Erkenntnissen der Bafin werden die Kundendaten anschließend an Betreiber von Online-Handelsplattformen weitergegeben, die nicht von der Bafin beaufsichtigt werden. Die Websites stehen in Verdacht, vornehmlich der Geschäftsanbahnung für unerlaubt erbrachte Finanz- beziehungsweise Kryptowerte-Dienstleistungen zu dienen und nicht der Vermittlung von Schulungsangeboten. Alle Websites unterscheiden sich in Bezug auf Inhalt, Design und Aufbau nur unwesentlich. Ein rechtsgültiges Impressum fehlt jeweils. 

Bislang sind der Bafin folgende Websites bekannt:

auntrixcipheraisystem.net, bryzorlink-ai.com, handluxgptsystem.com, lucroxaiupdate.com, lumetrixaiapps.net, lunorochainofficial.com, luprix-app.org, mavrextrace.com, mymavrextrace.org, myzaurenflux.net, pagtrixai.net, savrox-path.com, savryn-pulseai.org, theklyroth-drift.com, thekryvongearapp.org, thelucren-ai.com, theluprixappsystem.org, theluprixorgpt.org, theluprixorgptapp.com, thenivorastrid-gpt.org, thetrexonpivot-gpt.org, the-thryzonpixelai.de, the-xenvorpulse.org, thryzonpixel-ai.org, xyberitoacoesaireview.org, xyberorendaofficial.org, zaurenflux.org 

Dasselbe gilt auch für eine weitere Reihe nahezu identischer Websites, auf denen unerlaubt Finanz- und Kryptogeschäfte angeboten werden. Verbraucher sollen ihre Daten hinterlegen und werden anschließend von Betreibern von Online-Handelsplattformen kontaktiert. Auch in diesem Fall fehlt jeweils ein rechtsgültiges Impressum. 

Folgende Websites sind bislang bekannt:

blayrixnode-gpt.net, finxor-gpt.com, lucroxai-2025.com, pagvoraaisystem.net, thegeldronai.com, theinverzogptapps.net, theklarlogikb.net, thezahltor-app.net, xyberorendasystem.com, zahltor-app.net, zentryncascadeai.com

An dem Slogan „Erreichen Sie finanzielle Unabhängigkeit mit [Name der Website]“ ist eine weitere Plattformreihe zu erkennen, über die Unbekannte unerlaubt Finanzgeschäft betreiben. Die Masche ist dabei die Gleiche: Wer ein Kontaktformular ausfüllt, wird auf Handelsplattformen gelockt. Die Websites seien nahezu identisch, ein Impressum gibt es nicht. 

Bislang hat die Bafin folgende Websites identifiziert:

thevalzureedgeapp.com, astroneerfluxgpt.org, borsixgpt-system.de, credvongptapp.com, equinoxisdrive-ai.net, myfyronc-rest.com, mysavrynpulseai.org, ryphorix-app-today.com, theklyroth-drift.net, theravioncryptiqai.com, thetrezikforgegpttoday.org, thezyvexorriseai.org, thryzonpixelai.com, thryzonpixel-ai.de, trezikforgegptupdates.com, zahltorappsystem.org

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Dieselbe Masche, nur ein anderer Slogan: „Verdienen Sie bis zu 934 € täglich im Schlaf. Keine Erfahrung nötig.“ Dabei warnt die Bafin aktuell vor diesen nahezu identischen Websites:

alphavesttrade.com/de/, altnzeptorax.net/de/, amthance.com/de, andinamonetiv.com/de/, arthawealth.org/de/, asilfinspirextrade.com/de/, assetronspark.net/de/, assetvaluegate.com/de/, aureainvexus.net/de/, aureoinvexatrade.com/de/, avertronaitrade.com/de/, awoirencia.net/de/, axelfundevotrade.com/de/, aynitrade.net/de, benestimazza.com/de/, bitcoinbuyertrade.com/de/, bitcoinscarcity.net/de/, botarenax-official.de/, bundeswerttrade.de/, cambiomonetncia.com/de/, caudnciaplatform.com/de/, clairinviontrade.com/de/, clairrendanciaplatform.com/de, clarodexeristrade.com/de/, clearfondmere.com/de/, coinsbooth.net/de/, crayoneaterstrade.com/de/, cryptogenuis.net/de/, cumbrefortunov.net/de/, daikoryn.net/de/, dashlotemaxlab.net/de/, daviremizia.de, delviro-haxent.com/de/, digitalsolutionsempire.net/de/, dioninica.com/de/, doratovaultaristrade.com/de/, dorfinlence.com/de/, dorinvexus.com/de/, dunevaultmere.com/de/, eldaranioaitrade.com/de/, ellsfintrix.org/de/, enuguledrix.com/de/, epiclotemaxnxia.com/de/, epicmaxaltxpplatform.com/de/, exactocreditantia.com/de/, festfondstein.org/de/, fidovenzatrade.com/de, finoinversora.com/de/, finoryxaitrade.com/de/, finviox-limited.org/de/, flintrendmere.com/de/, fluxor-visionex.net/de/, fondzynartrade.com/de/, fonvaultaristrade.com/de/, fructify.net/de/, goldmenixplatform.com/de/, guadenexprotrade.com/de/, guldlinje.com/de/, highvalerytor.net/de, immediatewayfinvex.org/de/, indexaxidpiptrade.com/de/, indexhiprexark.net/de/, instant-amrix-sys.net/de/, invexgptv90.org/de/, ironluxentis.net/de/, istikrarcapitalplatform.net/de/, jasnaktivan.com/de/, klidportaristrade.com/de/, kwiepdoeltrade.com/de/, levfinoble.com/de/, liquidcotizadura.com/de/, luminefundwise.com/de, lunefinwextrade.com/de/, lysfintheratrade.com/de/, monbitnex.net/de/, monetalgestadura.com/de/, monslead.org/de/, moor-gainmere.com/de/, mrea-capcore.net/de/, navirexeptrade.com/de/, neurocryptoaitrade.de/, neuropulse-analytics.org/de/, nexmaticflow.org/de/, nextgenalgotrade.com/de/, nobilefidovenza.com/de/, nordiqotrade.net/de/, nuageboostxtrade.com/de/, orbixtrading.net/de/, paradigntrading.net/de/, patentlouagence.org/de/, peakbitvexflow.net/de/, petrixsystrade.com/de/, prestigelevel.org/de, primoinvioxtrade.com/de/, profitlncor.com/de/, pulsbitrontrade.com/de/, puramonetrio.com/de/, quantauratrade.com/de, quantumfinology.org/de/, quantunixaitrade.com/de/, raliziatrade.com/de/, regenhandelsfluxtrade.com/de/, rukholme.net/de/, secinsturifytrade.com/de/, sirius-vexbit.net/de/, solditrade.com/de/, spotmaxaltnxplatform.com/de/, sr-coffrevance.net/de, temptradexdfxtrade.com/de/, uantumaiai.net/de/, velocidadluxtentrade.com/de, verixentraprotrade.com/de/, vigoroconnect.com/de/, vitajarnovtrade.com/de/, vorynmira.org/de/, vrenkapstead.net/de, walutnia.org/de/, wartovn.com/de/, yceinvix.com/de, yutafinolixplatform.com/de/, zeltixaitrade.com/de, zyreanotrade.com/de/

Gleiches gilt für die Plattformreihe mit dem Slogan „[Name der Website] Revolutioniert den Handel“. Die Bafin warnt vor folgenden, nahezu identischen Internetseiten:

auntrix-cipherai.auntrix-cipherai.com, astroneerflux-gpt.com, borsix-gpt.de, boursa-ai.de, corthiqemberai.net, corthiqemberaiapp.net, credzor-app.com, cryvonsignal.org, din-hexgpt.com, drevonlinkgpt-app.net, drevonlinkgpt-app.org, drynexphantomgpt.net, eisenraflux.org, equinoxisdrive-aitoday.org, equinoxisdriveai-updates.org, fintrixgptapp.net, handluxgpt.de, klyrothdrift.org, kyntrixnova-gpt.org, myfyroncrest.com, my-rentixai.net, my-thryzonpixelai.de, mytrix-halogpt.de, mytrixhalo-gpt.com, mytrixhalogptreview.org, newryphorixapp.com, nivorastridegptnews2025.org, noryzacryptonai.com, pagvora-ai.com, photonsyncaiapp.org, photonsyncai-app.org, ravioncryptiqai.net, savroxpath.org, savrynpulseai-app.de, thalvoxboost.org, theboursa-ai.com, theboursaai.org, thecorthiqemberai-system.org, thecredvongpt.de, thecryvonsignal.net, the-dinovargpt.com, thegeldrixsurgeapp.de, thegeldrixsurge-app.net, thegeldronai-updates.org, thehandlux-gpt.de, thehandluxgpt.net, the-klarlogikb.org, the-kryvongearapp.org, thelumetrixai.org, the-lumetrixai.org, theluprixapp-ai.org, theluprixorgptapp.de, the-mytrixhalogpt.net, thenoryzacryptonai.com, thenoryzacrypton-ai.net, thepagtrixai.net, thephotonsyncai.com, theravioncryptiqai.org, thevaltryn-sync.com, thezahltorapp.net, thezahltorappsystem.org, thezentryncascade-ai.org, thryzonpixelai.net, thryzonpixel-ai.net, trenqorforge.net, valtrixnexus-ai.nl, vox-renda.org, waveclearai.com, xyberorendaofficial.net, xyberorendareviews.net, xyberorendasystem.org, yurexon-torqueai.com, yurexon-torque-ai.net, yurexon-torqueai.org, zahltorapp-system.com, zaurenflux.net, zentryncascadeai.org, zentryn-cascadeai.org, zyberlichbeamainew.com, zykran-vault-ai.de

Ein weiteres Beispiel sind mehrere nahezu gleiche Websites, die den Slogan „Stärken Sie Ihr finanzielles Wachstum“ verwenden. Die Bafin warnt vor folgenden Seiten:

parex-am.com, obsidian-group.org, vertex-market.com, aspenholdingsltd.com, tradingessentials.pro, eurocorporate-asset-management.com, wertborse.com

In dem Monat warnt die Bafin zudem vor folgenden Firmen und Internetseiten, die Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis angeboten haben:    

  • finio24.com
  • alvexo.io
  • Global Trust, Betreiber von gbt.solutions
  • elementcapitall.org
  • sogoinvest.com
  •  gray-summit-group.com
  • Mirax LTD, Betreiber der Website miralim.com
  • Handelq.com
  • bulltrading24.com
  • ki-anlagen.com
  • zeniya.pro
  • elitetradingsol.com
  • Elementum Ventures, Betreiber der Websites elementumventures.ai und elementumventures.com
  • smartlösung.com
  • skysafeinvest.com
  • crypto-extrade.com
  • kryvobit.site
  • cg-consults.com
  • Helix-A / Coinberg, Betreiber von helixapp.de, helix-app.pro, coinberg.eu und coinberg.pro
  • Bitcoinera.com
  • gutekredit.com
  • Get1stBridge Ltd., Betreiber der Website get1stbridge.com
  • Swisscape, Betreiber von Swisscape.com und fxplus.ai
  • gppm-gmbh.com sowie Mails von [email protected] und weiteren ähnlichen E-Mail-Adressen
  • Nordstate.org
  • Beehivecapital.pro
  • Bitrich AI, Betreiber von bitrich.ai 
  • Helmorixy.org
  • Eurowak, Betreiber der Website eurowak.com
  • HRS Investing, Betreiber von hrsinvesting.co
  • brokereins1.com
  • fluxorbeam-ai.com, thefluxorbeamaitoday.com, fluxorbeam-ai.com und the-fluxorbeamai.org
  • ravion-cryptiq-ai.net, ravioncryptiqai.org und ravioncryptiqai-system.com
  • Green Limited, Betreiber der Website greenlim.com

Vorsicht, Recovery-Betrug 

Wer bereits Opfer von Finanzbetrug geworden ist, läuft oft Gefahr, ein weiteres Mal abgezockt zu werden. Betrüger haben es ganz gezielt auf Menschen abgesehen, die bereits Geld verloren haben – und locken mit Hilfsangeboten. Dafür müssen die Betroffenen erneut zahlen, geholfen wird ihnen aber nicht. In der Regel erhalten solche Anbieter die Daten von Betrugsopfern von anderen Betrügern – die Details erklärt ein Experte der Bafin hier.

Aktuell warnt die Bafin vor Unbekannten, die per E-Mail oder Anruf Verbraucher kontaktieren und anbieten, beim Zurückholen von verlorenem Geld zu helfen. Dabei behaupten sie, mit der Finanzaufsicht Bafin zusammenzuarbeiten. Das stimmt nicht, stellen die Finanzaufseher klar. Betrugsopfer sollten sich keinesfalls darauf einlassen und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten.

Gleiches gilt für die Website verfolgnsfundrecovery.com, die nicht von der Bafin betrieben wird. Die Bafin rät dringend, entsprechende Kontaktversuche abzulehnen und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. Wer Zweifel hat, könne sich an die Bafin wenden.

Ähnlich klingt das Angebot von DEX Capital auf dexcpt.com. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bietet dort der Betreiber, angeblich aus Belgien, Anlegern an, auf anderen Online-Handelsplattformen ausgebliebene Auszahlungen zurückzuführen. Zu einer Auszahlung kommt es aber auch nach Begleichung einer „Provision“ nicht.

Finanzgeschäfte unter falschem Namen

Um zu verschleiern, dass ihnen die Erlaubnis für Finanzgeschäfte fehlt, nutzen Betrüger häufig die Namen bestehender Unternehmen. Unter dieser falschen Identität werden dann vermeintliche Finanzangebote unterbreitet – teilweise kopieren Kriminelle dafür ganze Internetseiten. Im Mai traf es wieder zahlreiche Unternehmen.

Den Namen der Großbank BNP Paribas nutzen Betrüger für falsche Festgeldangebote. Die Bafin warnt in diesem Zusammenhang vor der Website identbnpparibas.de.com. Die Angebote stammen nicht von der Bank oder einem damit verbundenen Unternehmen. Es handele sich vielmehr um Identitätsmissbrauch.

In dem Monat warnt die Bafin zudem vor folgenden Firmen und Internetseiten, die die Identität anderer Unternehmen missbrauchen:  

  • Betreiber der Website royalasset.org (zulasten des britischen Unternehmens Royal Asset Management)
  • Betreiber von goldridgepartners.com (zulasten der Golding Capital Partners GmbH mit Sitz in München)
  • Betreiber von ecco-management.com (zulasten der Ecco Management GmbH mit Sitz in München)
  • Betreiber von satrex-kapital.com (zulasten der Satrex S.A. mit Sitz in Brüssel)
  • Betreiber von ziraatmoney.org (zulasten der Ziraat Bank International AG)
  • Betreiber der Websites dbkapital.com, dkbfinanz.com, festeanlagen.com, festgeld-vermoegen.com und dbfestgeldanlage.com sowie E-Mails von den Adressen [email protected], [email protected], [email protected] und [email protected] (zulasten der Felsen Ventures Management GmbH aus Berlin)
  • Betreiber von finanzplanungwittenberg.com sowie E-Mails von der Adresse [email protected] (zulasten der Finanzplanung Wittenberg GmbH)
  • Betreiber von emsmobility-gmbh.com (zulasten der EMS Mobitliy GmbH mit Sitz in Langenhagen)
  • Betreiber von grunewald-gmbh.de sowie E-Mails von der Adresse [email protected] (zulasten der Grunewald Capital Management GmbH & Co. KG aus Berlin)

Verstoß gegen die Prospektpflicht

In Deutschland dürfen Wertpapiere – mit wenigen Ausnahmen – nicht ohne einen von der Bafin gebilligten Prospekt öffentlich angeboten werden. Die Finanzaufseher prüfen dabei, ob der Prospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält, sowie, ob der Inhalt verständlich ist und keine Widersprüche enthält. Ein Verstoß gegen die Prospektpflicht wird mit einer Geldbuße von bis zu 5 Millionen Euro beziehungsweise 3 Prozent des Gesamtumsatzes des letzten Geschäftsjahres geahndet.

Anleger können in einer Datenbank online überprüfen, ob ein Prospekt bei der Bafin hinterlegt ist. Allerdings prüft die Bafin Angebote nicht auf ihre Seriosität und inhaltliche Richtigkeit.

Gegen die Prospektpflicht verstoßen haben jüngst folgende Firmen:

Die Bafin spricht von einem „hinreichend begründeten Verdacht“, dass die BOSS.BSS L.L.C. mit Sitz in Prishtina im Kosovo, in Deutschland Wertpapiere in Form von Aktien der Hartmann & Benz Inc ohne den erforderlichen Prospekt öffentlich anbietet. Anhaltspunkte für eine Ausnahme von der Prospektpflicht seien nicht ersichtlich.

Gleiches gilt für die Membra Pharm AG mit Sitz in Luzern, Schweiz, die in Deutschland Wertpapiere in Form eigener Aktien vertreibt. Das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt fehlt jedoch.