Vorschlag zum Beratungsprotokoll

Berater wie Verkehrssünder behandeln

Die Sparda-Banken schlagen Verbesserungen beim Beratungsprotokoll und dem Beraterregister vor. Um Bundestagsabgeordneten, Landespolitikern und Ministerialbeamten zu zeigen, wie umständlich die derzeitige Regelung in der Praxis ist, veranstaltet der Verband der Sparda-Banken am heutigen Mittwoch eine geschlossene Veranstaltung in Berlin. Wie die „Börsen-Zeitung“ berichtet, will der Verband mit Politikern Beratungsgespräche simulieren und anschließend mit ihnen zusammen regelkonforme Beratungsprotokolle erstellen. Anschließend wollen die Verbandsmitglieder mit Politikern ein Positionspapier mit Verbesserungsvorschlägen besprechen.

In dem 15-seitigen Dokument schlagen die Sparda-Banken unter anderem vor, den Beraterregister nach dem Prinzip der Flensburger Verkehrssünderkartei umzugestalten. So sollen die negativen Einträge nach einer gewissen Zeit gelöscht werden können. Außerdem soll es möglich sein, dass der Kunde nach einer zufriedenstellenden Lösung des Konflikts seine Beschwerde zurückziehen kann.

Auch beim Beratungsprotokoll sieht das Papier laut „Börsen-Zeitung“ Erleichterungen vor. Demnach sollen die Kunden in bestimmten Fällen die Möglichkeit erhalten, auf das Protokoll zu verzichten. Dies könnte zum Beispiel bei kleinen Anlagesummen, bei regelmäßigen Beratungen zum gleichen Produkt oder zur gleichen Anlageklasse sowie bei Halten- und Verkaufsempfehlung der Fall sein.

Außerdem kritisieren die Sparda-Banken, dass das Protokoll vollständige Angaben des Kunden zur eigenen Person enthalten muss. Der Kunde müsse auch Angaben wie Beruf oder Einkommen verweigern dürfen, ohne dass das Protokoll deshalb ungültig wird, fordern sie.

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