Foto: Fotolia

Foto: Fotolia

Vorsorge: Fondspolicen, Aktienanlagen und Derivate holen auf

//
Zum achten Mal ließ der britische Finanzdienstleister fragen, welche Formen der langfristigen Altersvorsorge sich durchsetzen werden. Nach wie vor auf dem ersten Platz liegt die selbstgenutzte Immobilie mit 48,8 Prozent, das ist ein Plus von 10,2 Prozentpunkten gegenüber der letzten Befragung. Auf Platz 2 und 3 folgen die staatlich geförderte Altersvorsorge mit 35,9 Prozent (plus 6 Prozentpunkte) und festverzinsliche Anlagen wie das Sparbuch mit 29,8 Prozent (plus 1,4 Prozentpunkte).

„Die hohe Zustimmung zum Eigenheim sehen wir kritisch“, sagt Thomas Bahr, Vertriebschef von Clerical Medical. „Insbesondere in ländlichen Räumen wird es wegen der demografischen Entwicklung künftig immer schwerer, einen Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie zu erzielen.“ Grafik vergrößern

Im Mittelfeld auf den Plätzen 4 und 5 finden sich die betriebliche Altersvorsorge (23,7 Prozent; plus 4,6 Prozentpunkte) und die vermietete Immobilie (21,9 Prozent; plus 2,8 Prozentpunkte). Erst dann folgen relativ weit abgeschlagen mit 21,7 Prozent kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen. Sie konnten in der Gunst zuletzt aber um 4,3 Prozentpunkte zulegen.

Auch das Vertrauen in renditeorientierte Kapitalanlagen ist wieder gestiegen. Die Zahl der Befragten, die Aktien, Aktienfonds, Zertifikate und Derivate als geeignet für die Altersvorsorge angaben, stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Fast gleich viele, nämlich 5,3 Prozent denken, dass sich die fondsgebundene Lebensversicherung durchsetzen wird (plus 0,9 Prozentpunkte). 1,2 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage, trauen der britischen Lebensversicherung den Erhalt des Lebensstandards im Alter zu.

Versicherungs-Newsletter

 Versicherungs-Newsletter aktuelle Ausgabe
Aktuelle Ausgabe

Wie die Lebensversicherer Kunden halten wollen

Junge GKV-Kunden wollen in die PKV

>> kostenlos abonnieren

>> aktuelle Ausgabe

Vor allem Selbstständige und Freiberufler glauben dabei an die ertragsorientierte Altersvorsorge. Mit 12 Prozent gaben in diesen Berufsgruppen mehr als doppelt so viele Menschen wie der Durchschnitt (5,3 Prozent) die fondsgebundene Lebensversicherung als geeignete Vorsorgevariante an. Ähnlich sind die Zahlen bei Aktien, Aktienfonds, Zertifikaten und Derivaten. Dort liegt die Zustimmung unter Selbstständigen und Freiberuflern bei 11,3 Prozent gegenüber 5,2 Prozent.

Dieser Trend ist auch bei Höhergebildeten und Besserverdienern zu beobachten. Bei Befragten mit Abitur und Studium antworteten 10,4 Prozent mit der fondsgebundenen Lebensversicherung, 12 Prozent mit Aktien, Aktienfonds, Zertifikaten und Derivaten auf die Frage nach geeigneten Formen der langfristigen Altersvorsorge. Bei Bürgern mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro plädierten 9,3 Prozent für die Fondspolice und 10 Prozent für Aktien, Aktienfonds, Zertifikate und Derivate.

Mehr zum Thema
Altersvorsorge: Generation 50-plus ist vorsichtig bei Aktien
Heidelberger Leben mit neuem Vorstandschef
Altersvorsorge: Vertrauen in Aktien wächst wieder
nach oben