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Vorstand von Union Investment So haben Regulierer neue systemische Risiken geschaffen

Alexander Schindler verantwortet im Vorstand der Union Investment das institutionelle Kundengeschäft.
Alexander Schindler verantwortet im Vorstand der Union Investment das institutionelle Kundengeschäft.
Sowohl am Renten- als auch am Aktienmarkt könne es künftig gleichzeitig zu Verwerfungen kommen, zitiert die Börsen-Zeitung aus einem Interview mit Alexander Schindler. Das Vorstandsmitglied für das institutionelle und das internationale Geschäft der Fondsgesellschaft Union Investment warnt darin vor gestiegenen Risiken für die Finanzmarktstabilität.

Die Gefahr von Schocks habe demnach durch die verschärfte Regulierung von Banken, Versicherern und Investoren zugenommen. Denn große Investorengruppen investierten in ähnliche Positionen, was an den Finanzmärkten zu einer gleichförmigen Bewegung verschiedener Analageklassen führe. Das könne zu einem „simultanen Schock bei mehreren Banken oder Versicherern führen“.

IT der Institutionellen noch nicht vorbereitet

Eine stärkere Korrelation verschiedener Wertpapiere verursachen aber auch die Niedrigzinspolitiken und Anleihekaufprogramme der Notenbanken. Das Problem: Solche durch die Regulierer neu geschaffenen systemischen Risiken sind laut Schindler noch nicht in den Modellen berücksichtigt.

Die neuen Ansteckungsgefahren lassen sich laut Schindler nur in „komplexen Netzwerkmodellen“ darstellen. Diese erfordern jedoch „aufwendigere mathematische Methoden, eine leistungsfähigere IT und viel größere Datenmengen als die bislang im Risikomanagement verwendeten“.
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