Wachstum soll USA übertreffen

Aktien-Rally in Europa verblüfft auch Optimisten

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Die Schweizer Bank erwartet für die Euro-Benchmark nunmehr einen Jahresendstand von 3.900 Punkten, statt bisher 3.600 Punkten, wie aus einer auf den 9. März datierten Prognose hervorgeht. Damit würde der Auswahlindex im Jahresverlauf 24 Prozent vorrücken und die größte Erholung seit 1999 erreichen.

Konjunkturdaten laufen den Prognosen voraus, die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht die eigenen Wachstumsprognosen und Analysten überarbeiten ihre Gewinnprognosen. Das Wachstum bei den Unternehmensgewinnen in Europa soll sogar jenes in den USA in diesem Jahr übertreffen. Dazu kommt, dass die Aktien aus der Eurozone noch immer um etwa zwölf Prozent günstiger bewertet sind als jene im amerikanischen Standard & Poor’s 500 Index.

Goldman-Sachs-Stratege Peter Oppenheimer stellt für dessen europäisches Gegenstück Stoxx Europe 600 in den kommenden zwölf Monaten einen Anstieg auf 415 Punkte in Aussicht, wie er in einer Studie vom 26. Februar erklärte. Noch im Januar wurden lediglich 390 Punkte erwartet. Die Citigroup geht noch weiter und stockte die Prognose für 2015 gleich von 400 auf 450 Punkte auf. Beide Vorhersagen liegen damit deutlich oberhalb des Allzeithochs aus dem Jahr 2000.

Zum Wochenbeginn hat die EZB erstmals Staatsanleihen gekauft und will über die gesamte Laufzeit 1,1 Billionen Euro dafür aufwenden. Ziel ist die Anregung des Wirtschaftswachstums.

Credit Suisse glaubt überdies, dass der beste Jahresstart für deutsche Aktien seit 1975 weiterlaufen wird und rät vermehrt zum Kauf von Titeln aus der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Die hiesigen Unternehmen, so die Logik, seien die größten Profiteure eines fallenden Eurokurses. Ausdrücklich geraten wurde etwa zum Kauf von Großunternehmen wie Deutsche Telekom und Deutsche Post.

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