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Wachtendorf-Kommentar Faust-Formel für erfolgreiche Anleger

Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur DER FONDS
Egon Wachtendorf, verantwortlicher Redakteur DER FONDS
Christoph Bruns, einer der engagiertesten Fürsprecher der Aktie in Deutschland, scheint allmählich zu resignieren. Zum zweiten Mal in Folge bezweifelt der Mitinhaber der Oldenburger Fondsgesellschaft Loys am Ende seiner aktuellen Handelsblatt-Kolumne, dass sich hierzulande an der ablehnenden Haltung Unternehmensbeteiligungen gegenüber auf absehbare Zeit irgendetwas ändern wird.

Eine Woche zuvor hatte er bereits geunkt: „Die alternde Bevölkerung wünscht keine marktwirtschaftliche Wirtschaftspolitik, sondern Beglückung durch den Staat.“ So sieht es mittlerweile wohl auch Fidelity: Nach diversen, meist von wenig Erfolg gekrönten Versuchen, Bank-Sparer für das Thema Aktienfonds zu begeistern, fährt das US-Haus nun eine Kampagne für einen neu aufgelegten Rentenfonds.

Schade eigentlich - der optisch recht pfiffig in Szene gesetzte Slogan „Weil Ihr Geld zu wichtig ist, um es irgendwo liegen zu lassen“ hätte ein marktwirtschaftlicher orientierteres Zielprodukt verdient gehabt.

Unverdrossen stemmt sich derweil die Limburger Beratungsgesellschaft MB Fund Advisory gegen den auch durch die jüngsten Absatzzahlen des Branchenverbands BVI bestätigten Negativtrend.

Mit einer über 55 Jahre zurückreichenden und tausende von Zeitreihen erfassenden Dax-Rechnung versucht sie, ihren Kunden den einzig richtigen Startpunkt für regelmäßiges Aktien sparen zu vermitteln: jetzt gleich. Wohl dem, der frei nach Faust diese Botschaft nicht nur hört, sondern auch an sie glaubt.
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