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Währungen, Aktien, Anleihen So reagieren die Märkte, wenn der Brexit kommt

Das Pfund trifft der Austritt der Briten aus der EU hart. Schon vor dem Referendum reagiert die britische Währung sensibel auf neue Umfrageergebnisse, die Preise für Optionen auf das Pfund sind wegen hoher erwarteter Schwankungen in die Höhe geschossen. Weitere 10 bis 15 Prozent Abwertung gegenüber dem Dollar gelten Devisenstrategen im Zuge des Brexits als wahrscheinlich.

Gegenüber dem Euro allerdings sollte die Abwertung geringer ausfallen oder ganz ausbleiben. Denn auch die Gemeinschaftswährung geriete in Folge des Brexit aller Wahrscheinlichkeit neuerlich unter Druck. Schließlich könnte ein Ausstieg Großbritanniens aus dem Wirtschaftsraum anderen EU-Mitgliedern – und zwar auch solchen, die Teil der Euro-Zone sind – als Vorbild dienen. Die Volkswirte der Société Générale rechnen mit einer Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar bis unter die Parität.

Schäden für das Bruttoinlandsprodukt

Da nach dem Brexit ausländische Direktinvestitionen und der Außenhandel zurückgehen dürften, ergibt sich zudem ein negativer Effekt auf die britische Volkswirtschaft. Société Générales Chefökonom für das Königreich kalkuliert mit „einem Schaden für die britische Wirtschaft von 0,5 bis 1,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts jährlich für 10 Jahre“. Sam Hill von der Kanadischen RBC Capital Markets sieht keine derart langfristigen, dafür aber kurzfristig heftigere Auswirkungen eines Brexit auf die britische Wirtschaft: Im Umfeld der Verhandlungen über das künftige Verhältnis zur EU könnte das britische Bruttoinlandsprodukt über zwei bis drei Jahre um 2 bis 4 Prozent geringer ausfallen.

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