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Nach der Wahl Die Folgen für die Wirtschaft in Großbritannien

Großbritannien
Großbritannien: Nach den Wahlen steht die Bevölkerung vor einem Kurswechsel | Foto: Imago Images / SOPA Images

Vor wenigen Tagen fand die britische Unterhauswahl statt. Die bisherige konservative Regierungspartei verlor massiv an Zustimmung und dadurch gelang es der Labour Party nach 14 Jahren wieder zu regieren. Keir Starmer ist bereits als neuer Premierminister Großbritanniens vereidigt worden und hat einige Änderungen auf der Agenda.

Azad Zangana, leitender europäischer Ökonom und Stratege bei Schroders, sowie Stephanie Kelly und Paul Drummond, beide von Greenwheel, der nachhaltigen Research-Abteilung des britischen Asset Managers Redwheel, wagen bereits einen Ausblick. Sie beziehen Stellung zu den Einflüssen auf die wirtschaftliche Situation und möglichen Veränderungen für Investoren und Unternehmen.

Wirtschaftswachstum hat Priorität

Die ersten Maßnahmen, die der neue britische Premierminister umsetzen will, dürften im Bereich Klima und Energie angesiedelt sein. Grund dafür sei der Fakt, dass diese Maßnahmen „schnell und kostengünstig umgesetzt werden können oder zu mehr Wachstum beitragen“, so die Experten. Dadurch entwickelten sich mehr Ressourcen, um auch längerfristige Ziele zu erreichen. Ein Ziel heißt es, sei das Verkaufsverbot für Verbrennungsmotoren fortzusetzen. Diese und auch weitere Ziele im Bereich Klima und Umwelt werden „aber im Allgemeinen relativ begrenzte Auswirkungen auf Unternehmen und Investoren haben, die in den betroffenen Sektoren tätig sind." 

Laut Stephanie Kelly und Paul Drummond sei das Wirtschaftswachstum die höchste Priorität von Keir Starmer und seiner Arbeiterpartei: „Die Steigerung des Wirtschaftswachstums wird als wesentlich angesehen, um den finanziellen Spielraum für die Umsetzung dieser anderen Prioritäten zu schaffen.“ 

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Sicherheit und Stabilität

Ähnlich sieht es auch Azad Zangana, leitender europäischer Ökonom und Stratege bei Schroders. Neben dem Wirtschaftswachstum soll die neue Regierungspartei von Starmer auch die Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen ankurbeln. Das würde laut dem Experten auch weiterhin die Märkte positiv beeinflussen.

Trotz einiger Probleme wie eine alternde Bevölkerung oder potenziell anstehende Steuererhöhungen „dürfte der Regierungswechsel die politische Instabilität für das Land verringern“, so Zangana. Obwohl die Bank of England während des Wahlkampfs nicht öffentlich sprechen durfte, rechnet der Experte mit baldigen Zinssenkungen, „möglicherweise ab August“.

Auch wenn Großbritannien seit dem Brexit 2020 keine einfache Zeit hinter sich gehabt hat, kommen die Fachleute wieder zu einem sonnigen Ausblick, inklusive mehr politischer Stabilität und einer stärkeren Wirtschaft.

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