Der Reichstag in Berlin

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Wahlkampf-Studie: Bundestagswahl stützt Aktienkurse

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In den 100 Tagen nach einer Bundestagswahl rutscht der Deutsche Aktienindex (Dax) im Schnitt zunächst um 2 Prozent ab, um anschließend um 4 Prozent anzuziehen. Der Wermutstropfen: In den 100 Tagen vor der Wahl geht es meist um 8 Prozent bergab. Das ergibt eine Studie der Fondsgesellschaft Frankfurt-Trust unter der Leitung des Asset-Allocation-Beauftragten Raimund Saxinger. Er machte sich die Mühe, alle 13 Bundestagswahlen seit 1961 auf ihre Aktienwirkung zu analysieren. Vier Regierungswechsel gab es in der Zeit, acht Bundeskanzler wurden verschlissen. Die 100-Tage-Frist beruht auf der alten Politik-Regel, nach der eine neue Regierung zunächst 100 Tage Schonfrist bekommt, um sich zu bewähren. Saxingers Erkenntnis lautet: In der ersten Woche nach der Wahl fallen die Kurse, weil Marktteilnehmer noch unsicher sind über die kommende Koalition und das Regierungspersonal. Besonders stark präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt stets nach einem Regierungswechsel. So zogen die Kurse in den Jahren 1969, 1983, 1998 und 2005 im Schnitt um knapp 8 Prozent in den ersten 100 Tagen an (siehe Grafik). Bei bestätigter Regierungsmannschaft lag er dagegen sogar leicht im Minus. Machen wir uns also auf einen dünnen Aktienherbst gefasst. Denn nach einem Regierungswechsel sieht es ja nun nicht aus. Aber nach dem starken Frühling ist das wohl okay. Die komplette Studie können Sie hier herunterladen.

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