Wandelanleihen bieten Risikopuffer

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Wandelanleihen ist wie eine klassische Anleihe ein festverzinsliches Wertpapier mit fixem Rückzahlungsdatum- und preis. Die Wandelanleihe kann jedoch während eines bestimmten Zeitraums in eine vorher festgelegte Anzahl an Aktien des ausgebenden Unternehmens getauscht werden. Im Gegenzug für diese Option gibt sich der Anleger mit einem niedrigeren Zins zufrieden.

Thoma räumt zwar Abkühlungstendenzen an den Märkten ein, hält eine Rezession aber für unwahrscheinlich. Mittelfristig rechnet er damit, dass sich eine gute fundamentale Faktenlage gegen eine schlechte psychologische Stimmungslage durchsetzt. „Der langfristige Aufwärtstrend an den weltweiten Aktienbörsen sollte daher bestehen bleiben“, so Thoma. Wandelanleihen-Anleger könnten dann ihre Papiere günstig in Aktien umtauschen. Gehen die Kurse jedoch wider Erwarten in den Keller mindert  die Wandelanleihe die Verluste gegenüber einem direkten Aktienkauf. Thoma: „Die Wandelanleihe nimmt als Timing-Instrument dem Investor die Kauf- und Verkaufsent-scheidungen ab, die in den seitwärts tendierenden Märkten besonders schwierig sind.“

Immobilien, Health Care und Konsum

Bei den Faktoren, die die Entwicklung von Wandelanleihen beeinflussen, sieht Thoma zurzeit keinen herausstechen: „Die Volatilitäten notieren auf ihrem langfristigen Durchschnitt und tendieren seitwärts. Bei den Credit Spreads erwarte ich keinen weiteren großen Anstieg, wie wir ihn jüngst gesehen haben. Am ehesten dürfen die Aktienmärkte, die ich als überverkauft einschätze, positiven Einfluss nehmen – vorausgesetzt, dass keine weiteren Negativmeldungen die Unsicherheit zusätzlich schüren."

Chancen sieht Thoma, vor allem für Wandelanleihen aus dem Immobilienbereich, zumindest solange die Zinsen nicht zu stark steigen. Zudem bevorzugt er die Bereiche Health Care und Konsum.

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