Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde Foto: IMAGO / Xinhua

Vermögensverwalter empfiehlt

„Wandelanleihen vereinen das Beste vom Börsenparkett“

Das Corona-Virus hat die Welt in den vergangenen zwölf Monaten stark verändert. Sowohl im sozialen als auch im finanziellen Bereich hat sich viel getan – nicht immer im positiven Sinne. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass das Arbeiten im Home-Office zur Normalität wird oder dass zurzeit keine Veranstaltungen, Konzerte, Restaurantbesuche oder Urlaube möglich sind? Doch auch an den Finanzmärkten hat die Pandemie ihre Spuren hinterlassen. Zur Stärkung der Wirtschaft haben die Notenbanken massiv Geld in die Märkte gepumpt. Zudem dürfte klar sein, dass die Zinsen noch lange auf dem niedrigen Niveau verharren oder sogar noch tiefer sinken. Die Kombination aus steigender Geldmenge und extrem niedrigen Zinsen muss mittelfristig zur Inflation führen. Immer mehr Sparern wird klar, dass sie reagieren müssen. Sonst schmilzt die Kaufkraft ihres angesparten Vermögens wie das Eis in der Sonne. Da zahlreiche Sparer Aktien meiden wie der Teufel das Weihwasser, können Wandelanleihen möglicherweise ein kluger Ausweg aus der Zinseiszeit sein.

Sparer brauchen Alternativen zum Spar- oder Tagesgeldkonto

Das Geldvermögen privater Haushalte ist im Jahr 2020 auf das Rekordhoch von 7,1 Billionen Euro gestiegen. Dieser starke Zuwachs von knapp sechs Prozent zum Vorjahr hat mehrere Gründe. Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit halten zahlreiche Menschen ihr Geld zusammen, zudem bremsten die Schließungen im Einzelhandel den Konsum. So lassen risikoscheue Sparer nach wie vor Billionen Euros auf unverzinsten Konten liegen. Sparer brauchen dringend Alternativen, um in Zeiten von Negativzinsen und steigenden Kontogebühren ihr Geld sinnvoll anzulegen.

Viele Sparer trauen dem Aktienmarkt (immer noch) nicht

Immer mehr Sparern wird klar, dass sie aktiv werden müssen, um die Kaufkraft ihres Vermögens zu erhalten, doch genau da beginnt das Dilemma. Viele Menschen haben Angst vor der Börse und stecken den Kopf sprichwörtlich in den Sand. Einige haben von Kursverlusten bei Freunden und Bekannten gehört, andere haben sich eventuell schon mal selbst die Finger an der Börse verbrannt, so etwa bei der deutschen Volksaktie Telekom. Darüber hinaus vernimmt man immer öfter das Argument, dass die Aktienkurse schon zu stark gestiegen seien.

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