Warnstreiks bei Versicherungen

„Kolleginnen und Kollegen fordern Wertschätzung und Respekt“

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Jetzt auch die Versicherungen: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat nun auch Beschäftigte in Versicherungen zu Warnstreiks aufgerufen. Die zweite Verhandlungsrunde für Versicherungsangestellte des Innendienstes war am 28. April ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Die Arbeitgeberseite hatte ein nach Gewerkschaftssicht unzureichendes Angebot vorgelegt: 0,8 Prozent tatsächliche Erhöhung bezogen auf die ersten zwölf Monate der Tariflaufzeit wären letztlich herausgekommen, hatten die Gewerkschafter errechnet. „Die Kolleginnen und Kollegen fordern Wertschätzung und Respekt“, ließ Bundesvorstandsmitglied und Verdi-Verhandlungsführer Christoph Meister im Vorfeld der neuen Tarifrunde verlauten.

Verdi fordert ein Plus von 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 160 Euro mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen nach Forderung von Verdi pro Ausbildungsjahr 60 Euro mehr erhalten. Daneben fordert die Gewerkschaft Regelungen zur unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung.

Seit dem Jahr 2000, bemängelt Verdi, liege die Einkommensentwicklung bei Versicherungsangestellten unter den Werten anderer Branchen. Daher hat die Gewerkschaft jetzt die Versicherungsangestellten in dieser und der kommenden Woche zu Warnstreiks aufgerufen.

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband für das Versicherungsgewerbe findet am 22. Mai in Hamburg statt.

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