Warren Buffett; Quelle: Getty Images

Warren Buffett; Quelle: Getty Images

Warren Buffett: Wette verloren

//
In der Finanzkrise bezeichnete Buffett sie als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“, nun hat er selbst auf Derivate gesetzt – und viel Geld verloren.

1,4 Milliarden US-Dollar kostete Buffetts Gesellschaft Berkshire Hathaway seine Entscheidung, im zweiten Quartal auf steigende Aktienindizes zu spekulieren. Als die Indizes fielen, brach das Ergebnis von Berkshire Hathaway um 40 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein.

Ohne die Gewinne aus Beteiligungen von Berkshire Hathaway im Versicherungs-, Dienstleistungs- und Industriesektor wäre das Ergebnis noch schlechter ausgefallen. Denn diese verbuchten mit 3,1 Milliarden Dollar ein fast doppelt so hohes operatives Ergebnis wie im Vorjahr.
Bildstrecke: Warren Buffett – die besten Sprüche des Superinvestors
Einen großen Teil trug dazu die Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe bei, die der Investor Ende 2009 für 44 Milliarden Dollar kaufte. „Ich liebe Wetteinsätze“, kommentierte Buffett, der mit dem Erwerb der zweitgrößten US-amerikanischen Eisenbahngesellschaft auf eine Konjunkturerholung in den USA spekulierte, damals den Kauf.

In der vergangenen Woche machte Buffett vor allem mit seiner Aktion „The Giving Pledge“ Schlagzeilen. Gemeinsam mit dem Microsoft-Gründer Bill Gates überredete er 40 amerikanische Milliardäre, mindestens die Hälfte ihrer Vermögen zu Lebzeiten oder nach dem Tod für wohltätige Zwecke zu spenden.

Mehr zum Thema
Steuern statt Spenden: Deutschlands Superreiche setzen auf den StaatDie guten Reichen: 40 Milliardäre spenden die Hälfte ihres VermögensThe Giving Pledge: Superreiche Wohltäter