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Beimischung im Portfolio Warum Anleger Schwellenländer im Blick haben sollten

Von  | Gastautor
Aktualisiert am:

Auf der anderen Seite haben die Emerging Markets schon immer einer erhöhte Risikobereitschaft benötigt, um langfristig vom attraktiven Aufwärtspotenzial zu profitieren. Es sind vor allem politische Risiken, die eine Rolle spielen. Viele Schwellenländer sind aus westlicher Perspektive keine vollständig entwickelten Demokratien, sodass die Märkte unter ungünstigen politischen Entwicklungen beziehungsweise Entscheidungen leiden können. Das Risiko von politischen und damit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwerfungen ist höher als in gesättigten westlichen Märkten. Es können auch höhere Liquiditäts-, Währungs-, Regulierungs- und Rechtsrisiken bestehen.

Starker US-Dollar beeinflusst auch Schwellenländer

Derzeit blicken Investoren vor allem darauf, dass die schnelle Anhebung der Leitzinsen vieler Zentralbanken hoch verschuldete Schwellenländer in eine prekäre Lage bringen dürfte. Für die Schwellenländer können ein stärkerer US-Dollar und eine geringere globale Risikobereitschaft eine schwierigere Zukunft bringen.

Diese Risiken gilt es zu bewerten. Es kommt also mehr als je zuvor darauf an, die Zielregionen genau auszuwählen. Russland beispielsweise hat sich durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Jahre ins Abseits gestellt, sodass Russland recht sicher aus der Reihe der BRIC-Staaten herausfallen wird. Interessanter werden vielmehr die Outreach-Staaten (O bis 5), das sind China, Indien, Südafrika, Brasilien und Mexiko. Wichtiger als Akronyme sind aber eine breite Diversifizierung unter Berücksichtigung von Wachstum und Bewertung.

Die Diversifizierung kann beispielsweise über aktive Fonds hergestellt werden. Dabei stehen die spezifische Länderkompetenz und strategische Weitsicht des Asset Managers bei der Auswahl der Werte im Fokus. Ein Beispiel ist der Global Advantage Emerging Markets High Value (ISIN: LU0047906267) von Keppler Asset Management. Der Fonds blickt seit Auflage 1993 auf mehr als 300 Prozent Wertzuwachs. Auch MSCI Emerging Markets-ETFs (zum Beispiel Xtrackers MSCI Emerging Markets, Amundi MSCI Emerging Markets und UBS ETF (LU) MSCI Emerging Markets) können für Investoren interessant sein.

Über den Autor:
Dyrk Vieten ist Sprecher der Geschäftsführung des in Düsseldorf ansässigen Vermögensverwalters Ficon.

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