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Zehrid Osmani (Gastautor)Lesedauer: 3 Minuten

Verkehrte Welt Warum Ferrari angeblich nachhaltig ist

Ferrari SF90 Stradale
Ferrari SF90 Stradale: Das erste Hybrid-Auto der Flitzer-Hersteller. | Foto: Imago Images / PanoramiC

Ferrari ist gut positioniert, um in den nächsten zehn Jahren vom Wachstum der Mittelschicht in den Schwellenländern zu profitieren, wo die Zahl der vermögenden Privatpersonen am stärksten zunimmt. Im Bereich Elektrofahrzeuge ist Ferrari in den Hybridmarkt eingestiegen und hat sich verpflichtet, bis 2022 einen Hybridanteil von 60 Prozent zu erreichen. Sein erstes Hybridfahrzeug, der SF90 Stradale, ist das meistverkaufte Modell des Unternehmens. Der größte Teil der Einnahmen und Gewinne von Ferrari stammen aus den USA und Europa. Das Unternehmen ist jedoch zunehmend in den Schwellenländern, insbesondere in China, präsent. Der neue Purosangue SUV ist ein Schritt zum Ausbau des Geschäfts auf dem chinesischen Markt für Luxusfahrzeuge, auf dem sowohl Luxus als auch Komfort gefragt sind.

Renditeprofil entspricht Luxusgüterunternehmen

Ferrari konzentriert sich ausschließlich auf den Markt für Luxusautos der Oberklasse. Dieser Fokus ist wichtig, um den Markenwert zu bewahren. Die Produktionskapazitäten sind derzeit nicht voll ausgelastet. Das Unternehmen hat das Potenzial, seine Kapazität langsam zu erhöhen und dabei die Exklusivität beizubehalten. Die Einführung neuer Icona-Autos, exklusiver, limitierter Neuauflagen klassischer Modelle, kann zu höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen und einer erheblichen Steigerung der Kapitalrendite führen. Wichtig ist, dass sich das Renditeprofil von Ferrari deutlich von dem seiner Konkurrenten im globalen Automobilsektor unterscheidet, mit Renditen, die eher denen von Luxusgüterunternehmen entsprechen.

2025: Erstes vollelektrisches Auto

Der ESG-Ansatz des Unternehmens hat uns überzeugt, Benzinbetriebene Motoren sind für die Marke von zentraler Bedeutung; die Bewertung 4 für das regulatorische Risiko spiegelt jedoch den Druck wider, dem sich Ferrari im Hinblick auf die Verschärfung der Emissionsstandards und die Einführung klarer Fristen für den Verkauf neuer Autos mit Verbrennungsmotor in einer wachsenden Zahl von Märkten ausgesetzt sieht. Ferrari will die Emissionen senken und hat sich verpflichtet, bis 2022 einen Hybridanteil von 60 Prozent zu erreichen. 2020 brachte das Unternehmen sein erstes Hybridmodell, den SF90 Stradale, auf den Markt, der derzeit das meistverkaufte Modell des Unternehmens ist. Im Jahr 2022 werden zwei neue Hybridmodelle auf den Markt kommen. Das erste vollelektrische Auto ist für 2025 geplant.

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