Aktualisiert am in WirtschaftLesedauer: 6 Minuten

Auswertung von Vergleichsportal Die besten Angebote: Was jetzt für Tagesgeld- und Festgeldsparer drin ist

Mädchen befüllt Sparschwein
Mädchen befüllt Sparschwein: Bei vielen Banken gibt es wieder Zinsen auf Tages- und Festgeld. | Foto: Imago Images / Zoonar
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Nach der Zinswende locken Banken Sparer wieder mit Zinsen auf Bankeinlagen wie Tages- und Festgeld. Einer Analyse von Tagesgeldvergleich.net zufolge stieg der durchschnittliche Tagesgeldzins in den vergangenen zwölf Monaten um satte 1.994 Prozent. Das klingt spektakulär, ist allerdings dem niedrigen Ausgangswert geschuldet. So liegt der Durchschnittzins laut einer Auswertung des Portals, in die einhundert Neukunden-Angebote eingeflossen sind, aktuell bei 1,34 Prozent – und ist damit weit von den Top-Angebote entfernt.

Tagesgeld: Top-Anbieter zahlen im Schnitt 3,5 Prozent

Die fünf besten Anbieter zahlen der Analyse zufolge im Schnitt 3,52 Prozent – im Vormonat waren es noch 3,45 Prozent. Trotz einiger Top-Angebote gibt das Gros der Banken die inzwischen auf 3,75 Prozent gestiegenen Einlagenzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) aber bislang nur zögerlich an ihre Kunden weiter, heißt es vom Finanzportal.

Laut einer kürzlich durchgeführten Analyse des Vergleichsportals Verivox zahlen von 738 Geldhäusern 141 – und damit ein Fünftel – nach wie vor keine Zinsen für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto. Das seien vor allem Volks-, Raiffeisen-, PSD- und Sparda-Banken. So gibt es bei 23 Prozent der Genossenschaftsbanken und 19 Prozent der Sparkassen aktuell keine Zinsen auf Tagesgeldkonten. Bei national agierenden Banken liege diese Quote bei nur 4 Prozent. „Sparkassen und Volksbanken spekulieren viel stärker auf die Treue ihrer Kunden“, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich.

Unter den Top-Anbietern sind neben vier Banken, bei denen im Falle einer Insolvenz die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde und Bank greift, auch sechs Banken mit erweiterter deutscher Einlagensicherung. Berücksichtigt werden nach Angaben des Portals primär Angebote von Banken, bei denen mit dem Tagesgeldkonto kein Zusatzprodukt abgeschlossen werden muss.

So fehlt etwa die Direktbank DKB, die bis 31. Januar 2024 einen Zinssatz von 3,5 Prozent auf Tagesgeld für Neu- und Bestandskunden garantiert. Voraussetzung ist ein Girokonto bei der Bank. Ähnliches gilt für das Tagesgeldkonto der spanischen Openbank, bei der Sparer in den ersten sechs Monaten 3,7 Prozent Zinsen erhalten. Dieses Angebot gilt nur für Neukunden, wenn sie gleichzeitig ein Girokonto eröffnen.

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Vorsicht bei Lockvogel-Angeboten

Einige Kreditinstitute werben damit, dass sich Kunden die guten Konditionen für längere Zeit sichern können, wenn sie noch ein Girokonto oder Depot bei der Bank eröffnen. Vorsicht ist bei sogenannten Lockvogel-Angeboten geboten, bei denen Verbraucher mit einem Tagesgeldkonto etwa eine teure Versicherung abschließen müssen. So hatte etwa die Volksbank Plochingen für ein Tagesgeldkonto mit „bis zu 3 Prozent Zinsen für 1 Jahr“ geworben, ohne darauf hinzuweisen, dass Kunden zusätzlich eine Rentenversicherung der Allianz abschließen müssen.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat das Institut daraufhin abgemahnt. „Die Masche, Sonderkonditionen für Tages- und Festgeld an den Abschluss weiterer Produkte zu knüpfen, ist weit verbreitet“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale. Das sei vor allem für die Banken lukrativ, weil sie an den Provisionen mehr verdienen würden, als sie an extra Zinsen zahlen müssten. Verbraucher sollten sich daher die Konditionen genau anschauen.

Auf der nächsten Seite: Die besten Festgeld-Angebote über 12 Monate sowie 3 Jahre in der Übersicht

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