Was kann Third Party Marketing für Asset Manager leisten?

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Redlbacher: Wir haben derzeit vier Mandanten und vier weitere Asset Manager in der Pipeline. Jeder unserer derzeit vier Partner betreut eine gewisse Anzahl an Asset Managern. Eine Unterscheidung nach Herkunft oder Typ machen wir hierbei nicht.

DAS INVESTMENT.com: Nach welchen Kriterien werden Mandate angenommen oder abgewiesen?

Redlbacher
: Bevor wir ein Mandat annehmen, machen wir eine Due Diligence Prüfung beim Asset Manager und eine qualitative und quantitative Prüfung der Produkte. Dabei spielt ein langfristig konsistenter Performance Track Record, stringentes Risikomanagement sowie ein stabiles Management Team eine wichtige Rolle.

DAS INVESTMENT.com: Wie begegnen Sie möglichen Interessenkonflikten, etwa der Vertrieb von zu ähnlichen Produkten mehrerer Kunden, die im Wettbewerb miteinander stehen?

Redlbacher: Die Erfahrung zeigt, dass bei unserer Herangehensweise das Zustandekommen einer solchen Doppelung unwahrscheinlich ist. Darüber hinaus würden wir auch keine derartigen Interessenkonflikte zulassen und eine Assetklasse-„Box“ nur mit einem Asset Manager besetzen.

DAS INVESTMENT.com: Haben Vertragskunden ein Mitsprache- oder Vetorecht bei der Neukundenakquisition?

Redlbacher
: Nein, nur die Zusage, dass wir informieren und transparent sind. Die Definition der Assetklasse-„Boxen“ wird mit allen Asset Managern im Detail besprochen.

DAS INVESTMENT.com: Es gibt Börsenjahre, da fasst niemand Aktienfonds an, während einer breiten Hausse sind Absolute Return Produkte schwer zu verkaufen.  Wie stellen Sie sicher, dass jedes Mandat „gerecht“ bedient und verfolgt wird?

Redlbacher
: Aufgrund dieser Zyklen legen wir großen Wert auf ein breit gestreutes Produktportfolio. Wir betreuen jedes Mandat in „guten“ und „schlechten“ Zeiten. Jeder Fonds und Asset Manager bekommt eine mehr als ausreichende und vor allem durchgängige Aufmerksamkeit. Wir bedienen nicht „the flavor of the day“ und kommunizieren auch über Fonds wenn sie gerade nicht nachgefragt werden oder underperformen. Laufende Produktinformationen an unseren Kunden- und Interessenkreis ist uns sehr wichtig.

DAS INVESTMENT.com: Wie wirken sich Redemptions durch von Ihnen vermittelte Investoren auf die Vergütungsmodelle aus?

Redlbacher
: Grundsätzlich führen Abflüsse zu einem Abschmelzen der Vergütung. Das liegt in der Natur der asset-based Vergütung und das ist gut so: Dies schafft nachhaltige Anreize für die fortlaufende Betreuung von Asset Managern und Investoren.

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