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WIP-Studie Was Vermittler über PKV-Beiträge 2022 wissen müssen

Dame am Schreibtisch
Dame am Schreibtisch: Wenn der Brief der PKV kommt, beginnt das Rechnen. | Foto: Pexels / Rodnae Productions
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Der Verband der privaten Krankenversicherung geht davon aus, dass die Beiträge zur PKV auch 2022 steigen. Der Trend bliebe damit stabil. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Beiträge in der PKV je Versicherten um durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr. In der GKV liegt dieser Wert bei 3,3 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse des wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP).

Wie sich Beiträge in PKV und GKV entwickeln

Quelle: WIP

Warum steigen PKV-Beiträge?

Eine wichtige Rolle spielt dabei die anhaltende Niedrigzinsphase. Gleichzeitig wurden die Alterungsrückstellungen der PKV-Tarife viele Jahrzehnte lang mit einem Rechnungszins von 3,5 Prozent kalkuliert. Diesen Zins hatte die PKV auch stets für ihre Kunden erwirtschaftet. Doch da die Europäische Zentralbank den Leitzins auf 0 Prozent gesenkt hat, bekommen auch die Anlagechefs der privaten Krankenversicherer immer weniger Erträge. Im Jahr 2020 etwa betrug die laufende Durchschnittsrendite ihrer Geldanlagen rund 2,9 Prozent.

Im Alter wird der PKV-Beitrag noch weiter steigen

Schließlich zeigt die Tendenz klar nach unten. Die aktuellen Renditen speisen sich noch aus dem Anteil lang laufender Anleihen aus früheren Jahren. Damals gab es noch deutlich höhere Zinsen. Durch die Niedrigzinspolitik sind heute bei neuen festverzinslichen Geldanlagen die Erträge weitaus geringer. In der Folge werden auch die Erträge der Versicherer schmelzen und die Beiträge aller Voraussicht nach steigen.

Wann darf der Versicherer die Beiträge erhöhen?

Es bestehen klare Regeln. Der Versicherer darf die Beiträge erst dann erhöhen, wenn er nachweisen kann, dass seine Versicherungsleistungen um mehr als 10 Prozent höher liegen als ursprünglich berechnet.

Warum steigen PKV-Beiträge so ruckartig an?

Oft liegt der Fall so, dass diese 10-Prozent-Hürde viele Jahre lang nicht übersprungen wird. Wenn es dann aber passiert, berücksichtigt der Versicherer alle zusätzlichen Kostenfaktoren, die in den Vorjahren aufgelaufen sind. Dieser Mechanismus führt zur ruckartigen Beitragserhöhung. Der Schockeffekt sorgt dann für wütende Anrufe bei Maklern und Vermittlern.

Der Verband der privaten Krankenversicherung weist jedoch darauf hin, dass sich die PKV nicht ungünstiger entwickelt als die GKV. Im Mehrjahresvergleich zeigt sich eine fast parallele Entwicklung. Im folgenden Video erklärt der Verband einige Details:

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