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Marco Mencini, Pioneer European Research

Marco Mencini, Pioneer European Research

“Wechsel gehören im Fondsmanagement zum natürlichen Prozess”

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DAS INVESTMENT.com: In der Fußball-Bundesliga tritt nächste Saison fast jeder zweite Club mit einem neuen Trainer an – auch Ihr Lieblingsverein Bayern München. Was halten Sie von Louis van Gaal? Ist er der Richtige, um in der Champions League endlich einmal wieder auf Augenhöhe anzugreifen? Mencini: Van Gaal ist ein sehr erfahrener Trainer, auch auf internationalem Parkett. Er hat in seiner Karriere aber auch schon einige Tiefschläge verkraften müssen. Das ist in meinen Augen eine gute Mischung, um die Bayern international wieder fit zu machen. Ich halte ihn für den richtigen Mann. DAS INVESTMENT.com: Sie selbst haben Ihren aktuellen Job ebenfalls erst vor wenigen Monaten übernommen. War Ihr Wechsel an die Spitze des Pioneer European Research der Tatsache geschuldet, dass der Fonds sowohl 2006 als auch 2007 und 2008 hinter seiner Benchmark zurückgeblieben ist? Mencini: Die Entwicklung in den vergangenen Jahren war sicher nicht sonderlich befriedigend. Gleichwohl gehören Wechsel nach einigen Jahren in jeder Organisation zum natürlichen Prozess; das ist in der Investmentbranche nicht anders als im Fußball. In der Regel bringt ein neuer Mann an der Spitze neben eigenen Ideen und Erfahrungen auch das eine oder andere neue Teammitglied mit, wodurch das Konzept zwangsläufig eine neue Handschrift bekommt. So war es auch beim Pioneer European Research. DAS INVESTMENT.com: Was hat sich konkret verändert? Mencini: Wir versuchen nach wie vor, aus dem Universum der europäischen Unternehmen die „100 besten Ideen“ herauszufiltern. Dabei konzentrieren wir uns jedoch noch stärker als in der Vergangenheit darauf, innerhalb der jeweiligen Industrie die Wettbewerbssituation zu analysieren. Wo steht ein Unternehmen im Vergleich zu seinen Konkurrenten, welche Innovationen hat es in der Pipeline? Hierfür haben wir ein 20-köpfiges, nach Sektoren unterteiltes Analystenteam. Eines der wichtigsten Bestandteile unseres Investmentprozesses bleibt zudem unser Discounted-Cash-Flow-Tool: Mit Hilfe dieses Modells schätzen wir den absoluten Wert eines Titels ab und spielen verschiedene Szenarien durch - nach dem Motto „Was wäre, wenn …“. DAS INVESTMENT.com: Was wäre, wenn die Kurse an den europäischen Börsen in den kommenden Wochen und Monaten entgegen der gängigen Marktmeinung immer weiter steigen? Mencini: Auf diese Frage gibt das Modell natürlich keine plausible Antwort. Mein Eindruck ist aber, dass im Moment einzelne Sektoren zu früh zu positiv bewertet werden. Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass wir ein reines V-Form-Szenario sehen werden und die Weltwirtschaft wieder schnell auf den Wachstumspfad zurückfindet. Deshalb bleiben wir tendenziell vorsichtig. DAS INVESTMENT.com: Eher defensive Sektoren wie die Telekom–Branche stehen in Ihrem Fonds derzeit allerdings nicht im Vordergrund – obwohl Sie innerhalb Ihres Teams auf dieses Segment spezialisiert sind. Mencini: Der Telekommunikationsmarkt gehört derzeit in der Tat nicht zu meinen Favoriten. Momentan setzen wir verstärkt auf Finanzdienstleister. In diesem Bereich gibt es trotz der Krise einige interessante Titel, die im Wettbewerbsvergleich sehr gut dastehen. Zudem sind für uns Hersteller von Verbrauchsgütern – zum Beispiel Unilever – ein gutes Investment. Für besonders interessant halten wir auch den Satellitenbetreiber Eutelsat und Gemalto, einen der führenden Anbieter für digitale Sicherheitssysteme. Beide Werte sind derzeit zu einem günstigen Kurs zu haben und gehören in meinen Augen zu den langfristigen Gewinnern in ihrer jeweiligen Branche. DAS INVESTMENT.com: Welche Outperformance erwarten Sie mittelfristig für Ihren Ansatz? Mencini: Mein Ziel ist es, konstant 100 bis 200 Basispunkte über dem Vergleichsindex MSCI Europe zu liegen. Die aktuelle Tabelle der Deutschen Fondsliga, wo sich der Pioneer European Research (WKN 580475) in der 24. Spielwoche auf Rang 7 vorgearbeitet hat, finden Sie hier

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