Erstellen Sie ein kostenloses Konto oder melden Sie sich an.
Vollständigen Artikel freischalten
Das Thema Nachhaltigkeit bewegt Unternehmen, Kapitalmärkte, Gesetzgeber. Und Menschen. Deshalb präsentieren wir dir hier die Analysen und Thesen der bedeutendsten Nachhaltigkeitsexperten, Top-Ökonomen und Großinvestoren – gebündelt und übersichtlich. Sie sollen dir die wichtigen Entwicklungen auf dem Weg zur nachhaltigen Gesellschaft und Finanzwelt clever und zuweilen kontrovers aufzeigen.
Da diese Artikel nur für Profis gedacht sind, bitten wir Sie, sich einmalig anzumelden und einige berufliche Angaben zu machen. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
Erfahren Sie mehr über Wege zur Klimaneutralität
Alle Premium-Inhalte + E-Magazin
Exklusive Event-Einladungen als Erster erhalten
Fonds-Analysen und Vergleichstools
Bitte die E-Mail-Adresse ausfüllen oder über Google oder LinkedIn autorisieren
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.
oder
Autorisieren Sie sich über LinkedIn in dem gerade geöffneten Tab/Popup.
Ihr LinkedIn-Konto ist uns nicht bekannt.
Um die Autorisierung über LinkedIn zu aktivieren, müssen Sie sich registrieren.
Autorisieren Sie sich über Google in dem gerade geöffneten Tab/Popup.
Jan Rabe leitet das Nachhaltigkeitsbüro von Metzler Asset Management.Bildquelle: Metzler AM
Um CO2-Budgets einzuhalten, muss die Politik künftig strengere Regeln für Unternehmen aufstellen. Viele Investoren stellen sich bereits auf mehr Regulierung ein und Liquidität verschiebt sich zu Gunsten derer, die zu Klimazielen beitragen. Nachhaltigkeitsexperte Jan Rabe von Metzler Asset Management erklärt, wie sich der Trend in Aktienstrategien abbilden lässt.
Eine selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Vorhersage, die ihre Erfüllung selbst bewirkt. Eine Prognose über eine mögliche Zukunft kann also die wesentliche Ursache dafür sein, dass diese Zukunft auch eintritt. Weshalb das funktioniert? Menschen glauben an Vorhersagen – sie sind das Kernelement einer jeden Unternehmensbewertung und Grundlage für die Richtung von Kapitalflüssen. Der synchrone Ruf nach Klimaneutralität im Rahmen des Pariser Klimaabkommens entlang von NGOs, Staatengemeinschaften, Unternehmen und Anlegern könnte sich als Paradebeispiel hierfür erweisen. Dass dieses Ziel ein Ablaufdatum hat, dürfte den meisten Kapitalmarktteilnehmern bewusst sein. Weitestgehend unbewusst ist den meisten jedoch, dass die Frist nicht etwa für 2100 oder 2050 gesetzt ist, sondern nur sieben Jahre umfasst.
Werden bestehende Regulierungen zur Begrenzung des Ausstoßes von Treibhausgasen nicht drastisch verschärft, droht schon bald ein Überschreiten der kritischen CO2-Budgets der Erdatmosphäre. Das Erreichen politischer Ziele würde somit unwahrscheinlicher. Kapitalmärkte stellen sich bereits auf ein Mehr an Regulierung ein, und Liquidität verschiebt sich zugunsten derer, die zum Ziel der Netto-Null-Emissionen beitragen beziehungsweise keinen signifikanten Kosten durch Klimarisiken ausgesetzt sind. Wir zeigen, wie sich dies über Aktienstrategien abbilden lässt.
Die CO2-Uhr läuft ab
Blickt man kritisch auf das Streben nach Klimaneutralität, ist es hilfreich, sich mit den Forschungen des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) auseinanderzusetzen. Jeder, der schon einmal auf die CO2-Uhr des Instituts in Berlin, Paris oder New York geschaut hat, muss sich fragen, welche Implikationen das Ablaufen dieser Uhr haben wird.
Auf Basis der Berechnungen des UN-Klimarats kann die Erdatmosphäre laut MCC Stand Ende 2017 lediglich 420 weitere Gigatonnen (Gt) CO2 aufnehmen, damit der durchschnittliche Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau von 1890 bis 1900 begrenzt bleibt.1 Genau dieses Ziel wurde im Pariser Klimaabkommen von 2015 ausgehandelt.
Unter Annahme eines konstanten Verbrauchs von circa 42 Gt pro Jahr seit Ende 2017 wäre dieses Budget in weniger als sieben Jahren aufgebraucht. Dies steht in starkem Kontrast zu den Zielen der internationalen Politik, die mit ihren Maßnahmen aktuell auf ein 3-Grad-Celsius-Ziel zusteuert. Diese Implementierungslücke (rote Pfeile in Abbildung 1) gilt es zu schließen, wenn das Erreichen der Klimaneutralität kein Luftschloss bleiben soll. Hierzu müssten bestehende Regulierungen allerdings drastisch verschärft und ausgeweitet werden.
Abbildung 1: Ist ein Ziel von 1,5 Grad Celsius überhaupt haltbar? Globale CO2-Emissionen pro Jahr, in Gigatonnen
Bemerkung: Die Berechnung der Scope-3-CO2e basieren auf MSCI-Schätzungen (Stand: 2. Quartal 2021). Quellen: MSCI, Metzler
1 IPCC (2017): Mitigation Pathways Compatible with 1.5 Grad Celsius in the Context of Sustainable Development, Seite 108.
Jan Rabeleitet das Büro für Nachhaltigkeit (Sustainable Investment Office) der Fondsgesellschaft Metzler Asset Management. Zuvor war der studierte Wirtschaftswissenschaftler im ESG-Research der Deutschen Bank tätig.
Ob Analysten, Portfoliomanager oder CEOs: Unsere Experten sind Marktprofis aus dem Asset Management, die ihre Einblicke mit Ihnen teilen. Sie liefern klare Markteinschätzungen, fundierte Analysen und berichten darüber, wie sie ihre Strategien taktisch anpassen.
Neue Artikel verfügbar!
Vertiefen Sie Ihr Fachwissen mit unseren neuesten Insights.
Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie sofortigen Zugang zu allen Premium-Inhalten
Registrierung fast abgeschlossen!Abonnement fast abgeschlossen!
Wir haben Ihnen eine Bestätigungs-E-Mail gesendet.
1
E-Mail-Postfach prüfen
Schauen Sie in Ihr E-Mail-Postfach nach unserer Bestätigungsmail.
2
Spam-Ordner kontrollieren
Falls Sie keine E-Mail erhalten haben, prüfen Sie bitte auch Ihren Spam- oder Junk-Ordner.
3
Link bestätigen
Klicken Sie auf den Bestätigungslink in der E-Mail, um Ihre Registrierung abzuschließen.
Klicken Sie auf den Bestätigungslink in der E-Mail, um Ihre Anmeldung abzuschließen.
Hinweis: Die Bestätigungsmail sollte innerhalb weniger Minuten bei Ihnen ankommen. Sollten Sie nach 10 Minuten noch keine E-Mail erhalten haben, kontaktieren Sie bitte unseren Support.