Lesedauer: 2 Minuten

Wegen Abrechnungsdiagnosen Alte Leipziger will Krankenkassen verklagen

Firmensitz der Hallesche Krankenversicherung in Stuttgart
Firmensitz der Hallesche Krankenversicherung in Stuttgart | Foto: Alte Leipziger Hallesche

Im Oktober deckte der Chef der Techniker Krankenkasse (TK) Jens Baas einen Skandal auf. Die GKV-Anbieter belohnen Ärzte für Falschdiagnosen, erklärte Baas im Gespräch mit FAZ.net. Auch seine Kasse sei daran beteiligt.

Nun könnte dieses Geständnis rechtliche Folgen für die TK und andere gesetzliche Krankenkassen haben. Laut einem Handelsblatt-Bericht prüft der private Krankenversicherer Alte Leipziger Hallesche Schadensersatzklagen gegen mehrere Kassen. Der Krankenversicherer will einen Teil der Beiträge, die er als Arbeitgeber in den Gesundheitsfonds einzahlte und die zu Unrecht an die betrügenden Kassen geflossen seien zurückbekommen.

Knapp 4 Milliarden Euro durch illegales Handeln

"Mich wundert, ehrlich gesagt, dass bisher keine Gewerkschaft und kein Arbeitgeberverband erklärt hat, dass er dieses Geld zurückholen will", erklärt Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender des Alte-Leipziger-Hallesche-Konzerns, gegenüber dem Handelsblatt. Schließlich hätten Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge zum „Schummelfonds“ finanziert.

Tipps der Redaktion
Foto: So gehen Berater und Kunden bei Falschdiagnosen vor
Serie Makler-Tipps zur BU-Beratung, Teil 3So gehen Berater und Kunden bei Falschdiagnosen vor
Foto: Skandal: GKV belohnen Ärzte für Falschdiagnosen
TK-Chef deckt aufSkandal: GKV belohnen Ärzte für Falschdiagnosen
Foto: LV- und BU-Makler: „Jeder 5. Kunde berichtet über gefälschte Diagnosen
Dreister Betrug an PatientenLV- und BU-Makler: „Jeder 5. Kunde berichtet über gefälschte Diagnosen“
Mehr zum Thema