Stadträder auf einem Parkplatz: Die Corona-Krise stellt hohe Anforderungen an nachhaltiges Management. | © Imago Images / Future Image Foto: Imago Images / Future Image

Wegen Corona

DWS startet neue Nachhaltigkeitsstrategie

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS arbeitet an ihrem Konzept für nachhaltige Geldanlagen. Konkret führt die Fondsgesellschaft ein Programm namens Smart Integration ein, das bisherige Standards übertreffen soll. Es soll Unternehmen, die aufgrund des Klimawandels hohe Risiken eingehen und gegen internationale Standards verstoßen, finden.

Grund für die Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie sei die Corona-Krise, die hohe Anforderungen an nachhaltiges Management stelle, heißt es von der DWS.

Konkret funktioniert das Programm Smart Integration so:

  • Identifizierung und objektive Analyse von Unternehmen in allen Sektoren mit hohen Risiken
  • Einstufung der Unternehmen nach Risiko, statt ganze Sektoren auszuschließen
  • Beratung durch ein internes Gremium, wie das Ergebnis der Risikoanalyse in Anlageentscheidungen eingebunden wird
  • Auf Anraten des Gremiums Dialog mit Führungskräften der identifizierten Unternehmen über ihre Strategie
  • Ausschluss von Unternehmen aus dem Anlageuniversum der DWS als letztes Mittel

Zunächst soll ein Fünftel des international verwalteten Vermögens der DWS mit dem neuen Konzept gemanagt werden. Im Fokus stehen aktive Fonds im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika (engl.: Europe, Middle East, Africa; kurz: EMEA). Im Laufe des Jahres will die DWS das Konzept auf weitere Fonds anwenden.

„Der Dialog, unser direktes Engagement mit Unternehmen über deren Unternehmensstrategie, ist das wirkungsvollste Instrument, das wir als treuhänderischer Vermögensverwalter haben, um einen positiven Einfluss auf ESG-Praktiken zu nehmen. Ich bin stolz darauf, dass die DWS mit Smart Integration eine eigene übergreifende Taxonomie geschaffen hat, um ihren Einfluss auf Unternehmen geltend zu machen. Dies ist ein wichtiger Schritt für uns einer der führenden ESG-Anbieter unserer Branche zu werden“, sagt DWS-Chef Asoka Woehrmann.

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